Thiershäuser Teiche

 

Die Teiche sind aber auch von einem Waldparkplatz an der Strasse nach Gillersheim auf Waldwegen bequem auf Schuster’s Rappen zu erreichen. Dafür sollten Sie rund 30 Minuten einplanen…

Das Gebiet besteht aus größeren Teichen und ausgedehnten Schilfflächen. Es gehört zum FFH-Gebiet „Sieber, Oder, Rhume“ (Schutzgebietssystem natura 2000). Eine reizvolle Oase der Ruhe und Erholung.

Da die Thiershäuser Teiche weitgehend in ihrem ursprünglichen Zustand belassen wurden, stellen sie heute ein häufig frequentiertes Ausflugsziel für Wanderer und Radfahrer dar.

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So hat man von der Veranda der Gaststätte ‚Wirtshaus am Thiershäuser Teich‘ haben Sie einen wunderschönen Blick auf den See. Erfragen Sie die Öffnungszeiten hier:

Wirtshaus am Thiershäuser Teich

Thiershausen 2
Krebeck

 

 

die Burg Plesse


Die Burg Plesse ist sowohl mit dem Auto als auch auf Wanderwegen gut zu erreichen. Besonders zu empfehlen ist der Wanderweg von oberhalb von Billingshausen. Dies mit einem grandiosen Ausblick auf den Harz

Lage

Die Ruine der Burg Plesse steht im äußersten Nordwestteil des Göttinger Walds. Sie befindet sich auf einem etwa 350 Meter hohen Bergsporn bzw. Südwestausläufer des 386 Meter hohen Wittenbergs östlich des Fleckens Bovenden bzw. oberhalb und östlich von dessen Ortsteil Eddigehausen. Ein paar Kilometer westlich verläuft in Süd-Nord-Richtung ein Abschnitt der etwa 200 m tiefer im Leinegraben fließenden Leine.

Baubeschreibung

Die Burg Plesse wurde auf einem Felsen aus hellem Muschelkalk errichtet. Daher stammt wahrscheinlich auch ihr Name Plesse, der für hell (von Blässe) steht. Der Bergfried der Anlage hat heutzutage eine Höhe von 23 Meter bei 15,26 Meter Durchmesser (auf der Höhe des Burghofes), die Turmmauern haben eine Stärke von bis zu 4,24 Meter.

Der untere Bereich des Bergfried ist aus regelmäßigen Steinquadern errichtet und stammt noch aus dem 12. Jahrhundert, das darüberliegende unregelmäßige Bruchsteinmauerwerk und der Zinnenkranz wurden bei den Restaurierungen des 19. Jahrhunderts ergänzt. Daneben existiert noch der 22 Meter hohe kleine Turm, der mit einem Durchmesser von gut 7 Meter erheblich schlanker ist und mit 2,25 Meter Mauerstärke im unteren Bereich auch deutlich weniger wehrhaft. Dieser Turm wurde als Wartturm an der exponiertesten Stelle des Bergsporns errichtet und wird auch als „Sydekum“ (Sieh dich um) bezeichnet. Der Zutritt zu beiden Türmen war ursprünglich nur über eine Pforte in etwa 10 Meter Höhe möglich.

Erhalten bzw. im 19. und 20. Jahrhundert restauriert sind außer den beiden Türmen noch der Burggraben, das untere (äußere) Tor, das mittlere Tor mit Pforthaus und auf der Hauptburg das sogenannte „Steinhaus“ und die Ruine der Kapelle. Auch von den Außenmauern sind noch erhebliche Reste erhalten, so die Mauer des „Caningartens“ in der Vorburg und Teile der Eckbastionen „Eichsfeld“ und „Catzengarten“.

Der heutzutage zugeschüttete Burgbrunnen wurde tief hinunter in den Felsen geschlagen. Einer Überlieferung zufolge soll vom Brunnen aus ein unterirdischer Gang zur Quelle Mariaspring geführt haben. Tatsächlich gab es einen Gang, über den Akten aus dem Jahre 1802 berichten. Der Gang wurde im Ort Eddigehausen, der unterhalb der Burg liegt, gefunden und verband die Burg mit dem Keller eines Wohnhauses der Domäne.


Geschichte/ Mittelalter

Die Burg Plesse wurde 1015 als Hausgut durch den Paderborner Bischof Meinwerk an Paderborn übertragen. Etwa 1138 wird Hermann II. von Winzenburg als Graf von Plesse bezeichnet. Seit 1150 ist sie Sitz der Edelherren von Plesse, die sich nach der Burg benannt haben. Kaiser Heinrich VI. tauschte 1192 die Burg Plesse gegen die Burg Desenberg bei Warburg (Westfalen) ein. Der Tausch wurde jedoch schon 1195 wieder rückgängig gemacht.

Im Jahre 1447 trugen die Herren von Plesse ihren Eigenbesitz dem Landgrafen Ludwig von Hessen zu Lehen auf. Der Grund dafür ist in der Zersplitterung des Herzogtums Braunschweig-Göttingen zu finden. Die führenden Adelsfamilien konnten sich den bedrängenden Auseinandersetzungen der Pfandinhaber nicht entziehen. Sie suchten deshalb Schutz und Rückhalt bei einem anderen Landesherren.

Geschichte / Neuzeit

Im Jahre 1536 wurde in der Herrschaft Plesse, zu der die umliegenden Dörfer gehörten, die Reformation eingeführt. Sie hatte schon zu Beginn durch den aus den Niederlanden geflüchteten Theologen Petrus Noyen van Weert (Wertheim), der von 1536-1540 als Prediger auf der Plesse wirkte, einen reformierten Akzent. Nachdem jedoch Martin Luther persönlich in einem von Dietrich III. angeforderten Gutachten die Lehre des Niederländers als „nicht recht“ beurteilt hatte, kam die Herrschaft Plesse unter den Einfluss einer von Göttingen her lutherisch geprägten Theologie.

Mit Dietrich IV. von Plesse starb 1571 das Geschlecht derer von Plesse aus. Landgraf Wilhelm IV. von Hessen-Kassel übernahm die Herrschaft Plesse als heimgefallenes Lehen. Durch Landgraf Moritz von Hessen-Kassel wurde 1614 in der Herrschaft Plesse das reformierte Bekenntnis durchgesetzt. In den Jahren 1623/24 hielt sich dieser auch mit seiner Familie mehrfach auf der Burg auf. Nach einer Belagerung 1627 wurden Burg und Herrschaft Plesse vorübergehend an den Landgrafen Georg II. von Hessen-Darmstadt abgetreten. 1660 wurde die Burg endgültig aufgegeben und diente fortan den Einwohnern der umliegenden Dörfer als Steinbruch.

Geschichte / Moderne

Johann Wolfgang von Goethe besuchte die Burg Plesse im Jahre 1801. Nach der französischen Besetzung im Jahre 1807 wurde die Herrschaft zum Canton Bovenden im Königreich Westphalen. Nach dem Zusammenbruch des Königreichs Westphalen im Jahre 1813 übernahm das Kurfürstentum Hessen wieder die Herrschaft Plesse.

Durch einen Tauschvertrag zwischen Preußen, dem Königreich Hannover und Kurhessen fiel die Herrschaft Plesse jedoch am 1. Mai 1817 an Hannover. Ab 1821 wurden erste Restaurierungsarbeiten auf der Burg Plesse vorgenommen und in den Jahren 1853 bis 1864 wurde auf Initiative des hannoverschen Königspaares die Burg umfassend restauriert. Weitere Arbeiten folgten 1909.

Geschichte / Heute

Die einstige Zugehörigkeit der Herrschaft Plesse zu Hessen hat in kirchlicher Hinsicht bis heute ihre Spuren hinterlassen. Die evangelischen Gemeinden in den Plessedörfern gehören nicht zur lutherischen Hannoverschen Landeskirche, sondern zur evangelisch-reformierten Kirche.

Seit 1945 ist die Burg Plesse Eigentum des Landes Niedersachsen. Seit 1978 gibt es den Förderverein „Freunde der Burg Plesse e.V.„, der sich der Burgenforschung widmet.


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die Rhumequelle

Die Quelle befindet sich im östlichen Teil des Höhenzugs Rotenberg unweit des nordöstlichen Ortsrands von Rhumspringe und ist von einem Parkplatz in wenigen Minuten erreichbar.

Die Quellschüttung beträgt im Durchschnitt 2000 Liter pro Sekunde. Sinnbildlich gesprochen, könnte jeder Einwohner Deutschlands täglich über zwei Liter Wasser aus der Rhumequelle erhalten. Die Rhumequelle ist somit eine der ergiebigsten Karstquellen Mitteleuropas mit im Winter und Sommer nahezu gleich bleibender Wasserführung. Die Wassertemperatur beträgt ganzjährig konstant 8 bis 9 °C, daher friert der Quellsee im Winter nie ein.

Das Wasser tritt aus einem trichterförmigen Hauptquelltopf mit etwa 500 m² Fläche sowie aus zahlreichen Nebenquellen hervor. Im etwa 7 bis 8 m tiefen Quelltopf schimmert das Wasser grün-bläulich. Ein Indikator für die gute Wasserqualität sind die in der Rhume auch nahe der Quelle lebenden Forellen.

Das Quellgebiet liegt inmitten eines Auenwaldes mit feuchtigkeitsliebenden Bäumen. 1999 wurde der Quellbereich durch das Anlegen von Wegen und einer Aussichtsplattform saniert. Das Quellwasser dient seit 1978 zur Trinkwasserversorung. Die Eichsfelder Energie- und Wasserversorgungsgesellschaft (EEW) entnimmt etwa 1 % des Wassers und versorgt nach einer Aufbereitung damit rund 15.000 Einwohner.

Wasserherkunft

Das Quellwasser stammt nur zu etwa 4 % aus oberirdischem Einzugsgebiet. Der Rest stammt aus unterirdischen Zuflüssen des Südharzer Gipskarstgebiets, das sich zwischen der Quelle und dem Harz erstreckt. In dieses Karstgestein mit unterirdischen Hohlräumen versickert ein Teil der wasserreichen Harzflüsse Oder und Sieber. Die Rhumequelle ist ein „Überlaufventil“ dieses riesigen unterirdischen Wasserspeichers im Karstgestein.

Die enorme Wasserschüttung der Quelle weckte schon früh den Verdacht, dass das Quellwasser aus dem Harzvorland stammen muss. Bereits 1913 fanden Tracer-Versuche statt, um die Fließwege des Wassers zu erforschen. Dabei wurden in etwa 6 bis 9 km entfernte Bereiche der Flüsse Oder und Sieber Farbstoffe gegeben. Etwa 30 Stunden später tauchten diese Farbstoffe in der Rhumequelle wieder auf. Dies war der Beweis, dass das Wasser aus diesen zwei Fließgewässern unterirdisch zur Rhumequelle fließt.

Verlauf

Die Rhume fließt nach ihrer Quelle durch Rhumspringe und danach überwiegend in nordwestliche Richtungen südlich vorbei am Höhenzug Rotenberg unter anderem über Gieboldehausen und Bilshausen nach Lindau und Katlenburg. Schließlich mündet sie etwas nordwestlich von Northeim direkt an der A 7 in die von Süden kommende Leine.

 


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Heinz Sielmann Stiftung

Ziele

  • Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche, durch persönliches Erleben an einen positiven Umgang mit der Natur heranführen
  • Letzte Refugien für seltene Tier-und Pflanzenarten erhalten
  • Die Öffentlichkeit für die Natur und deren Schutz sensibilisieren
  • Das Heinz Sielmann-Archiv des Naturfilms aufbauen

Die Heinz Sielmann Stiftung verfolgt damit ausschließlich gemeinnützige Zwecke. Sie betreibt und unterstützt eine Vielzahl von Biotop- und Artenschutz-Projekten in ganz Deutschland. Außerdem arbeitet sie mit Partnern im europäischen Ausland zusammen.

Förderung

Die Heinz Sielmann Stiftung fördert Projekte außerhalb staatlicher Programme, die nicht der wissenschaftlichen Grundlagenforschung zuzuordnen sind. Die Projektmittel werden in Form von Gesamt-, Anteil-, Festbetrags- oder Fehlbedarfsfinanzierung zur Verfügung gestellt.


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das Grenzlandmuseum


Grenzlandmuseum Eichsfeld

Duderstädter Straße 5
37339 Teistungen

Tel.: 036071 97112
Fax: 036071 97998

Email: info@grenzlandmuseum.de

Link zur Webseite

Öffnungszeiten:

Dienstag – Sonntag
10.00 – 17.00 Uhr

Eintrittspreise:

* Erwachsene 2,50 €
* Ermäßigt 1,50 €
* Familienkarte 6,50 €
* Schulklassen aus dem Eichsfeld frei
* Führungen ab 10 Personen 15,00 €

Sammlungsschwerpunkte:

  • Geschichte der innerdeutschen Grenze von 1945 – 1989/90
  • die Folgen der Teilung für die Menschen und die Natur im Grenzgebiet mit dem Schwerpunkt auf der Region Eichsfeld, die unter der deutschen Teilung besonders zu leiden hatte
  • die Milderung der Teilungsfolgen durch die Einrichtung des Grenzüberganges Duderstadt-Worbis und die Regelungen über den sogenannten grenznahen Verkehr 1973
  • Aspekte der Organisation von Staat und Gesellschaft in der DDR
  • die Auswirkungen sowohl der Existenz der Grenze wie Ihres Verschwindens auf die Tier- und Pflanzenwelt (Dauerausstellung Grenze-Land-Natur)

 

das Eichsfeld

Vom Eichsfeld leitet der Landkreis Eichsfeld seinen Namen ab. Dieser umfasst allerdings bei weitem nicht alle Orte des historischen Eichsfelds, dafür aber andere, die ursprünglich nicht zum Eichsfeld gehörten. Die größten Orte des Eichsfelds sind die Städte Dingelstädt, Duderstadt, Heiligenstadt und Leinefelde-Worbis sowie der Flecken Gieboldehausen.

Seine besondere Prägung erhielt das Eichsfeld durch die jahrhundertelange Insellage als Teil des Fürstbistums Mainz, worauf noch heute das Mainzer Rad im Wappen hinweist. Dadurch blieb es nach der Reformation fast ausschließlich katholisch und fand im gemeinsamen Glauben und Brauchtum die Grundlage seiner Identität. Auch in der DDR-Zeit blieb das kirchliche Leben im Obereichsfeld relativ intakt. Es war die größte Region in der DDR mit einer mehrheitlich katholischen Bevölkerung. Auch heute noch liegt die Zahl der regelmäßigen Kirchgänger über dem Bundesdurchschnitt. Als Schutzpatron des Eichsfeldes gilt der Heilige Martin.

Kulinarisch bekannt ist das Eichsfeld insbesondere für seine Mettwurst („Eichsfelder Feldgieker“ (auch „Feldkieker“), „Stracke“ und „Eichsfelder Kälberblase“), Schmandkuchen und andere Spezialitäten.

Geografie

Das Eichsfeld umfasst ein 420 bis 450 Meter hohes Plateau von etwa 1540 km² Fläche, das zwischen den Tälern der Helme und Rhume im Norden, und der Werra im Westen und Südwesten aufsteigt und die Quellgebiete der Unstrut, Wipper und Leine umfasst. Die Täler der nach Westen und Osten gehenden Leine und Wipper trennen das Plateau in zwei Hauptteile. Südlich liegt das größere Obereichsfeld, eine raue Hochfläche, die nach der Werra und Leine mit steilem, zerrissenem Rand abfällt, in der Goburg 566 Meter erreicht und mit Ausnahme einiger Täler und muldenförmiger Vertiefungen wenig fruchtbar ist.

Das Untereichsfeld, nördlich von Leine und Wipper, ist wärmer und hat einen ergiebigen Lehmboden, insbesondere die Goldene Mark um Duderstadt. Auch im Untereichsfeld erheben sich einzelne Höhenzüge, so das Ohmgebirge, in der Wilden Kirche 523 Meter hoch, nördlich von Worbis; ferner die Bleicheroder Berge, die mit dem Dün das Eichsfelder Tor an der Wipper zwischen Sollstedt und Obergebra bilden.

Die Grenzen des Eichsfelds

Durch das Eichsfeld verläuft die niederdeutsch-mitteldeutsche Sprachgrenze, die das Gebiet in einen kleineren nördlichen Teil (das überwiegend tiefer gelegene Untereichsfeld) sowie einen größeren südlichen Teil (das höher gelegene Obereichsfeld) untergliedert. Bedingt durch seine wechselvolle Geschichte erstreckt sich das Eichsfeld heute über drei Bundesländer und fünf Landkreise.

Der größte Teil des Obereichsfeldes mit den Städten Heiligenstadt, Leinefelde-Worbis und Dingelstädt gehört zum Land Thüringen, Landkreis Eichsfeld. Darüber hinaus liegen 13 obereichsfeldische Orte im Unstrut-Hainich-Kreis, zwei weitere in Hessen (siehe Wanfrieder Abkommen). 18 Orte des Untereichsfeldes liegen in Thüringen (Landkreis Eichsfeld), der Rest des Untereichsfeldes mit dem Zentrum Duderstadt gehört zum Land Niedersachsen, alle Landkreis Göttingen mit Ausnahme von Lindau, das zum Landkreis Northeim gehört. Diese Zusammenhänge sind – auch wenn hier die Grenzverläufe bis 1945 dargestellt sind – in der Karte „Das Eichsfeld“ oben rechts gut zu erkennen. Die feine gestrichelte Linie nördlich von Worbis stellt die Grenze zwischen Ober- und Untereichsfeld dar.

Vereinfachend wird heute meist der gesamte thüringische Teil des Eichsfelds als Obereichsfeld und der niedersächsische Teil – der dem ehemaligen Landkreis Duderstadt entspricht – als Untereichsfeld bezeichnet .

Alle zum historischen Eichsfeld gehörenden Orte sind in der Liste der Orte im Eichsfeld aufgeführt.

Sprache

Die niederdeutsch-mitteldeutsche Sprachgrenze markiert die Grenze zwischen Untereichsfeld und Obereichsfeld. Im Obereichsfeld wird ein spezieller Dialekt gesprochen, man hört hier den Thüringer heraus, speziell bei harten Konsonanten. Der Dialekt ist aber bei weitem nicht so „verwaschen“ und thüringisch angehaucht, wie dies in den angrenzenden thüringischen Landkreisen der Fall ist. Im Untereichsfeld sprach man – heute allerdings nur noch vereinzelt – Plattdeutsch und heute vorwiegend Hochdeutsch.

Schon beim Umgang mit dem Begriff Eichsfeld selbst gibt es – auch im ‚hochdeutsch‘ geprägten Untereichsfeld – einige Besonderheiten: das Wort Eichsfeld wird [ˈaɪksfɛlt] („Eixfeld“ oder „Eiksfeld“) ausgesprochen. Man spricht von „auf dem Eichsfeld“ statt „im Eichsfeld“, und man kommt „vom Eichsfeld“ und nicht „aus dem Eichsfeld“. Geschichte [Bearbeiten]

Geschichte

Das Eichsfeld wird erstmals am 28. Januar 897 urkundlich erwähnt. Arnulf von Kärnten bestätigte in einer Urkunde in Regensburg den Gütertausch in pago Eichesfelden zwischen dem Abt Huki von Fulda und dem Grafen Konrad. [2] Im Jahr 1022 gibt es eine erste Nachricht über Mainzer Besitzungen auf dem Eichsfeld. Im Jahr 1124 erfolgt der Beginn der Klostergründungen auf dem Eichsfeld. Zwischen 1022 und 1573 erwirbt das Kurfürstentum Mainz weitere Besitzungen und bildet Verwaltungsstrukturen heraus.

Das nordwestlich von Duderstadt gelegene Untereichsfeld ist zunächst liudolfingisches Hausgut und ottonisches Reichsgut, kommt im 10. Jahrhundert an das Stift Quedlinburg und fällt 1247 an das Herzogtum Braunschweig-Lüneburg, dessen Linie Grubenhagen es 1342/58 bzw. 1434 an das Kurfürstentum Mainz verpfändet.

1524 bricht der Bauernkrieg in der freien Reichsstadt Mühlhausen aus. Heinrich Pfeiffer, Mitstreiter Thomas Müntzers, zieht gegen das Eichsfeld und plündert und verbrennt Klöster und adelige Höfe. Viele Bewohner wenden sich dem Protestantismus zu. 1575 beginnen die Jesuiten mit der Gegenreformation. Im Verlauf von 50 Jahren wird das Eichsfeld bis auf wenige Dörfer für den katholischen Glauben zurückgewonnen.

1622 beginnt für das Eichsfeld der 30-jährige Krieg. Die Schweden, die Kaiserlichen, die Dänen, die Hessen und die Sachsen verproviantieren sich, plündern und brandschatzen.

Im Jahr 1650 tritt der Kurfürst von Mainz wieder in Besitz seines Landes, das zu mehr als einem Drittel verwüstet und dessen Bevölkerung auf ein Viertel zurückgegangen war.

König Friedrich Wilhelm III. nimmt 1802 das gesamte Eichsfeld für Preußen in Besitz, und es entsteht das Mediatfürstentum Eichsfeld. 1806 bis 1813 ist das Eichsfeld Teil des Königreichs Westphalen, nach dessen Auflösung es wieder an Preußen kommt.

Auf dem Wiener Kongress wird das Eichsfeld 1815 geteilt. Aus dem Obereichsfeld und dem südlichen Teil des Untereichsfeldes entstehen die Kreise Heiligenstadt und Worbis, die nun zur preußischen Provinz Sachsen gehören. Der größere nördliche Teil des Untereichsfeldes kommt zum Königreich Hannover, welches 1866 von Preußen annektiert wird und fortan zur Provinz Hannover gehört. Das Eichsfeld gehört jetzt zwar wieder dem selben Staat an – dem Königreich Preußen – ist aber durch die Provinzgrenze zwischen Hannover und Sachsen getrennt. 1885 wird der Kreis Duderstadt gebildet, der seit 1945 zur Britischen Besatzungszone gehörte und ab 1946 ein Teil des Bundeslandes Niedersachsen war. Die Kreise Heiligenstadt und Worbis sind ab 1945 Teil der Sowjetischen Besatzungszone und ab 1949 Teil der Deutschen Demokratischen Republik. Ein weiterer Einschnitt erfolgte am 17. September 1945 mit dem Wanfrieder Abkommen, durch das zwei Eichsfelder Dörfer der amerikanischen Besatzungszone einverleibt und zum Ausgleich fünf hessische Dörfer der sowjetischen Besatzungszone hinzugefügt wurden.

An der einst auf dem Wiener Kongress durch das Eichsfeld gezogenen Grenze entsteht in den folgenden Jahren der Eiserne Vorhang.

 

 

 


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das Auge des Eichsfeld

 

Für das ‚Natur-Erlebnis Seeburger See‚ ist ein neues Bildungskonzept vorgestelllt worden. Ab sofort ist das Biotop für Schulklassen nutzbar…

Das im Juli 2005 eröffnete Natur-Informationszentrum der Heinz Sielmann Stiftung informiert detailliert über die vielfältige Natur am und im See. Sie können so das Leben unter Wasser unmittelbar beobachten…

 


Was wikipedia zum Seeburger See weiß:


Am östlichen und westlichen Seeufer liegen die Orte Bernshausen und Seeburg. Durch den See fließt die „Aue“.

Die Wasserfläche ist 86,5 Hektar (0,865 km²) groß; die Uferlinie umfasst 3,67 Kilometer. Die größte Nord-Süd-Ausdehnung beträgt rund 1,2 Kilometer, west-östlich sind es knapp 1,1 Kilometer. Als maximale Tiefe werden 3,5 Meter genannt. Das Gewässer ist rund 2500 Jahre alt und befindet sich über der Lösungszone eines Steinsalzlagers aus der Zechsteinzeit. Es entstand durch den Einsturz eines unterirdischen Hohlraumes. Diese Art von See wird auch als Erdfall bezeichnet.

Der Seeburger See ist die größte natürliche Wasserfläche in Südniedersachsen. 1973 wurde der See und ein großer Teil der Uferzone unter Naturschutz gestellt („Naturschutzgebiet Seeburger See“), bestimmte Bereiche des Sees wurden dennoch für Bade-, Ruder-, Segel- und Angelsport freigegeben. Zum Fischbestand gehören Aal, Hecht, Zander, Schleie, Karpfen, Rotfeder, Weißfisch und Forelle.

Der See ist in der Region ein sehr beliebtes Ausflugs- und Urlaubsziel. Neben einem Naturseefreibad, einen Bootsverleih und einem Hotel-Restaurant direkt am Seeufer gibt es in unmittelbarer Nähe einen Abenteuerspielplatz, Tennisplätze, eine Minigolfanlage, einen Campingplatz sowie ein Natur-Informationszentrum.

Es sind diverse Wander- und Radwanderwege ausgewiesen, darunter ein 4,5 Kilometer langer Rundwanderweg um den See mit sieben Stationen, die auf Besonderheiten dieses Gebietes hinweisen. Segeln und Angeln sind nach Anmeldung möglich. In der Umgebung wurde vom Landkreis Göttingen das Renaturierungs-Projekt „Seeanger, Westersee und Luttersee“ gestartet, das vor allem die Wiedervernässung verlandeter und trockengelegter Feuchtgebiete betreibt.

Die Wasserqualität wird in manchen Sommermonaten durch Blaualgen-Blüten beeinträchtigt. Als Ursache werden Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft vermutet, die insbesondere über die Aue eingeschwemmt werden. Im August 2006 wurde ein Fischsterben entdeckt, wobei vor allem Aale betroffen waren.


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Zum Freizeitgelände des Seeburger See`s gehören: Abenteuerspielplatz, Tischtennisplätze, Bolzplatz, Minigolf, Campingplatz mit 150 Einstellplätzen und behindertengerechter Einrichtung, Freibad mit Badelandschaft, die vor allem für Familien mit Kindern ideal ist. Die Gäste werden gastronomisch versorgt.

Seit 1925 steht das traditionelle Restaurant „Graf Isang“ an diesem aussergewöhnlichen Ort:

  • In den 50ern und 60ern war das Restaurant ein beliebter Treffpunkt zum sonntäglichen Tanztee.
  • Später in den 70ern und 80ern galt es als Auslflugs- und Veranstaltungsziel der Region.
  • 1999 wurde das alte Gebäude auf Grund von Baumängeln abgerissen.
  • Seit 2004 steht der neue „Graf Isang“ als Restaurant, Cafe und Biergarten in neuem Glanz und prägt durch seine Einzigartigkeit und schönem Ambiente.

Als ein Höhepunkt im jährlichen ‚Seeleben‘ wird der alljährliche Silversterlauf um den Seeburger See bezeichnet. Erfahren Sie hier mehr dazu… {jgototop}{/jgototop}

Wilhelm Busch


Allgemeines

Die Geschichte erzählt in Reimform (Paarreim) von den bösartigen Streichen zweier Jungen, die sich hauptsächlich gegen Respektspersonen der damaligen Gesellschaft richten.

Insgesamt gibt es sieben Streiche, einen Prolog und einen Epilog.

Das Buch scheint mit einer Moral (Bosheit ist kein Lebenszweck!) zu enden: Max und Moritz werden in einer Mühle gemahlen und schließlich von Enten aufgefressen. Doch die Reaktion auf die Nachricht von dem Tod der beiden hintertreibt die Moral ironisch (Wat geiht meck dat an!). Hier zeigt sich Wilhelm Buschs Hang zu düsteren Geschichten mit schwarzem Humor, der sich erkennbar durch sein gesamtes Werk zieht.

Vorlagen für die Geschichten lieferten die norddeutschen Dörfer, in denen Busch sein Leben verbrachte, sowie andere Orte, die Wilhelm Busch bereiste. So lehnt sich das Aussehen der Mühle, in der Max und Moritz gemahlen werden, an die Mühle von Ebergötzen an (die heute noch dort zu besichtigen ist). Dem Schneidermeister Böck begegnete Busch während dessen Aufenthalt in Wörgl.

Wie in vielen der Geschichten Buschs stehen auch hier die zahlreichen, vom Autor selbst gezeichneten Bilder in so enger Beziehung mit dem Text, dass das Werk oft als ein Vorläufer der modernen Comics bezeichnet wird.


Die 7 Streiche

Wilhelm Busch beginnt die Geschichte mit einem kurzen Vorwort-Vers, in dem er die Namen der beiden Lausbuben Max und Moritz nennt, aber zugleich in lyrischer Weise ermahnt, dass diese Geschichte auch auf andere „Spitzbuben“ übertragbar wäre. „Ach, was muss man oft von bösen Kindern hören oder lesen! Wie zum Beispiel hier von diesen, welche Max und Moritz hießen“. In diesem Vers findet man auch den berühmten Satz: „Aber wehe, wehe, wehe! Wenn ich auf das Ende sehe!“

1. Streich: Witwe Bolte

Die Streiche beginnen mit der Witwe Bolte, deren ganzer Stolz drei Hühner und ein Hahn sind. Max und Moritz ersinnen eine List. Sie binden zwei Fäden überkreuz zusammen und hängen ein Stück Brot an jedes der vier Enden. Sie legen diese Falle in den Hof der Witwe Bolte, und die vier Objekte der Begierde schlucken jedes ein Stück Brot, wodurch sie zusammengebunden sind. In Panik fliegen sie herum und verheddern sich in einem Baum, wo sie dann aufgehängt zu Grunde gehen. Die Witwe Bolte stürmt heraus und schneidet das Geflügel vom Baum herunter, mit den berühmten Witwe-Bolte-Worten: „Meines Lebens schönster Traum hängt an diesem Apfelbaum!“

Das Motiv des Hühnerfangs wurde vermutlich dem Till Eulenspiegel (8. Historie) entnommen.

2. Streich: Witwe Bolte

Der zweite Streich ist eine direkte Fortsetzung des ersten. Die Witwe Bolte will ihre Hühner, die einen so sinnlosen Tod gestorben sind, nun „in Ehren gut gebraten verzehren“. Sie legt das Federvieh auf den Herd. Neben ihr steht der Hund Spitz. Max und Moritz riechen diesen Braten und klettern auf das Dach des Hofs. Als nun die Witwe Bolte in den Keller geht um sich Sauerkraut zu holen, ziehen die beiden Lausbuben die vier Hühner mit einer Angel durch den Kamin und flüchten zurück ins Gebüsch. Als die Witwe die leere Pfanne sieht, denkt sie sofort an ihren Hund Spitz, der anschließend mit einem Löffel verprügelt wird.

3. Streich: Schneidermeister Böck

Der 3. Streich handelt vom Schneidermeister Böck, der ein Haus an einem Bach besitzt, über den ein kleiner Steg führt. Max und Moritz sägen diese Brücke an und fangen an zu schreien: „He, heraus! Du Ziegen-Böck! Schneider, Schneider, meck, meck, meck!“. Daraufhin stürmt Böck aus seinem Haus und über die Brücke, die aufgrund des Ansägens unter seinem Gewicht zusammenbricht. Er fällt in den Bach und kann sich nur dadurch retten, dass er sich an den Beinen eines Gänsepaares festhält, die ihn dann herausziehen.

4. Streich: Lehrer Lämpel

Im 4. Streich spielt der Lehrer Lämpel die zentrale Rolle. Dieser ist ein Verehrer des Tabaks, vor allem des Pfeifenkrauts, welches er jeden Abend aus seiner Pfeife raucht. An einem Sonntag sitzt Lehrer Lämpel in der Kirche an der Orgel. Währenddessen schleichen sich Max und Moritz in sein Haus und füllen Schießpulver in seine Pfeife. Nachdem Lämpel wieder nach Hause kommt, zündet er wie gewohnt seine Pfeife an, die, mit Schwarzpulver gefüllt, sofort in die Luft geht. Lehrer Lämpel überlebt diese Explosion, aber sein Haar ist abgesengt und sein Gesicht und seine Hände sind schwarz.

5. Streich: Onkel Fritz

Das Opfer des 5. Streichs ist der bekannte und beliebte Onkel Fritz. Max und Moritz schütteln eine Tüte (wörtlich: „in die Tüte von Papiere stecken sie die Krabbeltiere“) voll Maikäfer von einem Baum. Diese stecken sie dem armen Onkel Fritz unter die Decke. Nachdem sich der Onkel ins Bett legt, fangen die Käfer an, auf ihm herumzukrabbeln. Ein Käfer krabbelt ihm über die Nase, woraufhin er aus dem Bett springt, und alle Käfer zertrampelt und zerschlägt. Anschließend kann er wieder ruhig weiterschlafen.

6. Streich: Meister Bäcker

Meister Bäcker ist der Leidtragende des 6. Streichs. Max und Moritz wollen etwas aus seiner Backstube stehlen, aber da der Bäcker sein Haus zugesperrt hat, müssen sich die beiden durch den Kamin hineinquälen. Durch diesen fallen sie direkt in die Mehlkiste, woraufhin sie beide weiß wie Kreide sind. Über einen Stuhl klettern sie zum Regal, wo die Brezen lagern, aber der Stuhl bricht, und sie fallen in den Kuchenteig. Der Meister Bäcker kommt zurück und sieht die beiden von Kuchenteig eingehüllten Lausbuben und schiebt sie in den Ofen, wo der Teig braun gebacken wird, doch die beiden überleben den Backvorgang und kauen sich durch den Teigmantel nach draußen und laufen davon.

7. Streich: Bauer Mecke

Im letzten Streich setzt der Bauer Mecke den Übeltätern dann ein Ende. Die beiden schneiden Löcher in die Getreidesäcke. Der Bauer bemerkt dies und erblickt Max und Moritz im Getreidehaufen. Er nimmt die beiden und steckt sie in einen Sack. Diesen Sack bringt er zur Mühle, mit den Worten „Meister Müller, he, heran! Mahl er das, so schnell er kann!“ Dieser wirft die Lausbuben in die Mühle, wo sie in kleine Stücke gemahlen werden, die dann von zwei Enten aufgefressen werden.

Im Schlussvers bringen die Opfer von Max und Moritz ihre Freude über das Ende der Lausbuben zum Ausdruck, und die Geschichte schließt mit den Worten „Gott sei Dank! Nun ist’s vorbei mit der Übeltäterei!“

 


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der Mäuseturm

In dieser Region sind viele verlassene Dörfer, Wüstungen(*) genannt, bekannt. Doch nur von wenigen sind heute noch Überreste vorhanden.

An einigen Stellen um den Mäuseturm sind die seltenen sogenannten Wölbäckersysteme zu erkennen. Dies sind durch eine besondere Art des Pflügens entstandene gewölbte Äcker…

Vom Mäusturm gelangt übrigens in gemütlichen 40 Minuten auf gut ausgebauten Waldewegen im Plesseforst auch gleich rund 120 m höher zum Hünstollen.

maeuseturm mit heuballenEs handelt sich hierbei um eine Wallanlage, die als Fluchtburg diente. Erbaut wurden die Wälle in vorrömischer Zeit. Wahrscheinlich wurde die Anlage mit Unterbrechungen bis ins 11. Jahrhundert genutzt. Im östlichen Teil des Sporn steht jetzt ein Aussichtsturm, von dem man einen phantastischen Blick zum Harz und ins Eichsfeld hat.


Selbst wenn man Weg zum Hünstollen scheuen sollte, lohnt sich allemal ein Blick über hinweg zum höchsten Mittelgebirge in Nordeutschland. Dem Harz

Bei gutem Wetter könnte man meinen, den Harz direkt zu greifen…

(*)

Als Wüstungen bezeichnet man Flächen, die einst von den Menschen genutzt wurden, die aber aus den verschiedensten Gründen von ihren Bewohnern aufgegeben worden sind. Dabei wird zwischen Ortswüstungen und Flurwüstungen unterschieden. Die Bezeichnung totale oder partielle Ortswüstung steht für eine ganz oder teilweise verlassene Siedlung. Für ein aufgegebenes, ehemalig landwirtschaftlich genutztes, Areal wird der Begriff totale oder partielle Flurwüstung verwendet. Die Kombination von Orts- und Flurwüstung bezeichnet man als Totalwüstung.



Historisches zum „Mäuseturm“

Die Dorfstelle der Wüstung Moseborn liegt 1,5 km südwestlich von , am Rand der Rodungsinsel unseres Dorfes. Aus dieser Lage kann geschlossen werden, dass Moseborn jünger ist als , und die schriftlichen Quellen bestätigen dies. Moseborn ist erst verhältnismäßig spät, nämlich am Ende des 14. Jahrhunderts, ausdrücklich genannt. „Johannes Moseborne“, von Beruf Schuster, erwirbt 1397/98 in Göttingen das Bürgerrecht und ist fortan bis um 1420 in Göttinger Schriftquellen erwähnt. Um diese Zeit tritt Moseborn auch in Besitzverzeichnissen der Herren von Plesse als deren Eigengut (Allod) auf – vermutlich handelt es sich um den Versuch einer Dorfgründung durch die Herren von Plesse im Zuge des sogenannten inneren Landesausbaus.

2014-05-30 19.36.09 HDRDiese Gründung war allerdings auf längere Sicht ein Fehlschlag – bereits weniger als zweihundert Jahre nach der ersten urkundlichen Nennung ist das Dorf aufgegeben, d.h. zur „Wüstung“ geworden. Das hessische Landbuch aus der Zeit 1567-1574 verzeichnet unter der „Herrschaft Plesse“ auch die „wustenung Meiseborn“. Allerdings wird die Dorfflur auch nach der Aufgabe der Siedlung weiterhin bearbeitet, werden die Abgaben an die Landesherren von den hier erzielten Erträgen abgeliefert – Korn, Hafer, Zehnthühner.

Die Bewohner sind nach , nach Spanbeck, nach Oberbillingshausen abgewandert, von diesen Dörfern aus werden dann die Moseborner Äcker weiterhin bestellt. Besonderes Rätselraten und viele Vermutungen gab es seit langem um den Turm, der noch heute weithin sichtbar auf der ehemaligen Dorfstelle steht, den sogenannten Mäuseturm. Wie kam es zu dieser Bezeichnung?

Die älteste bekannte Kartenskizze, welche die Dorfstelle verzeichnet, stammt aus dem 17. Jahrhundert und hat die Beschriftung „Moseborn Hoff“ mit der Signatur für eine Kirche. Die Topographische Landesaufnahme von Hessen aus dem Jahre 1785 hat die Beschriftung „Mauseberger Thurm, ehemalige Kirche“; erst die im Jahre 1831 aufgenommene Topographische Karte des Eichsfeldes bietet dann die Bezeichnung „Mäusethurm“, ebenso wenige Jahre später (1842) der Topographische Atlas von August Papen: „Mause Thurm“.

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts wusste man also noch, dass es sich bei diesem Turm um den baulichen Rest der ehemaligen Dorfkirche von Moseborn handelt, erst seit dem 19. Jahrhundert ist dann durch Verballhornung und Verlust des geschichtlichen Wissens aus dem „Moseborner Turm“ der „Mäuseturm“ geworden. Im 19. Jahrhundert haben manche Heimatforscher tatsächlich daran gezweifelt, dass es hier jemals ein Dorf gegeben hat; den Turm hielt man entweder für die Reste eines Zollhauses an der Handelsstraße von Göttingen nach Goslar oder für die Überreste einer Kapelle, die angeblich einstmals für verstreut lebende Katholiken erbaut worden war. Inzwischen ist diese Frage aber längst geklärt:

Der Turm gehört zur ehemaligen Dorfkirche von Moseborn, die das Patrozinium Hl. Kreuz (St. Crucis) trug; dies geht nicht nur aus den ältesten Kartenskizzen, sondern auch aus Plesser Quellen zum Jahre 1425 eindeutig hervor.

Autor: Peter Aufgebauer. Aus: Festschrift 950 Jahre , 2005

 

 

der Nationalpark Harz

Der Park ist Teil des europäischen Schutzgebietssystems „Natura 2000″. 95 Prozent des Gebietes sind von Wäldern, vor allem Fichten- und Buchenwäldern, bedeckt. Neben den ausgedehnten Waldgebieten nehmen Moore wegen ihrer besonderen Ausprägung eine herausragende Stellung ein. Landschaftsprägend sind ferner Granitklippen und Bergbäche.

Geografie

Der Nationalpark Harz umfasst mit seinen 24.700 ha ungefähr 10 Prozent der Gesamtfläche des Harzes.

Er liegt im westlichen Teil des Harzes und erstreckt sich von Wernigerode und Ilsenburg im Norden bis Herzberg und Bad Lauterberg im Süden. In seinen Randgebieten liegt der Park auf einer Höhe von 230 m ü. NN im Norden und 270 m ü. NN im Süden und steigt bis auf 1.141,1 m ü. NN am Brocken an. Auf dem Gebiet des Nationalpark Harz liegen die Quellgebiete mehrerer Flüsse wie der Bode, der Oder oder der Ilse. Die Oder fließt durch den Oderteich und speist die an der südöstlichen Grenze des Parkes gelegene Odertalsperre. Weitere Talsperren und stehende Gewässer innerhalb oder am Rand des Nationalparks sind unter anderem die Eckertalsperre und der Silberteich. Die höchsten Erhebungen sind der Brocken, der Bruchberg und der Achtermann.

Geschichte

Der heutige länderübergreifende Nationalpark Harz entstand am 1. Januar 2006 durch die Fusion des gleichnamigen Nationalparks Harz in Niedersachsen und des Nationalparks Hochharz in Sachsen-Anhalt. Leiter des Großschutzgebietes ist seit der Fusion Andreas Pusch. Der Nationalpark Hochharz wurde am 1. Oktober 1990 zwei Tage vor der Deutschen Wiedervereinigung aufgrund eines Ministerratsbeschlusses der DDR-Regierung eingerichtet. Der Park umfasste große Teile des östlichen Harzes, etwa zwischen Eckertalsperre und der Nationalparkgemeinde Ilsenburg im Norden und Schierke im Süden, sowie des Brockens. Die Region ist geprägt von einer wenig berührten Pflanzen- und Tierwelt, was sich vor allem auf die Lage direkt an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze zurückführen lässt. In der DDR-Zeit war der Brocken bis 1961 mit einem leicht zu erlangenden Passierschein zugänglich.

Ab dem 13. August 1961 wurde er zum Sperrgebiet, dadurch gab es keine touristische Nutzung mehr. Mitte der Achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts zeigten sich auch im Harz erste Probleme, wie Borkenkäfer oder Pilzbefall. Im Zuge der Aufbruchstimmung zur Wendezeit waren gerade sie es, die den Anstoß zur Einrichtung des Nationalparks gaben. Am 1. Januar 1991 nahm die Nationalparkverwaltung in Wernigerode unter der Leitung von Hubertus Hlawatsch ihren Dienst auf. Als Nachfolger von Hubertus Hlawatsch fungierte Peter Gaffert von 1995 bis zur Fusion mit dem westlichen Nationalpark Harz am 1. Januar 2006.

Der Niedersächsische Teil des Parks wurde am 1. Januar 1994 nach vierjähriger Vorbereitung ins Leben gerufen. Gründungsleiter war Dr. Wolf-Eberhard Barth. Obwohl man schon seit der Wende von einem gemeinsamen Nationalparkprojekt beider Länder sprach, dauerte es noch weitere zwölf Jahre bis zur Umsetzung. Der Nationalpark Harz gehört dem Dachverband EUROPARC an, einem Verbund deutscher Nationalparks, Biosphärenreservate und Naturparks. Er beschäftigt sich unter anderem mit Informationsaustausch, Fortbildung und Öffentlichkeitsarbeit. Dieser Dachverband hat den Verbund vieler Schutzgebiete in Deutschland organisiert. 2005 ist der Nationalpark in die Europäische Charta für nachhaltigen Tourismus in Schutzgebieten aufgenommen worden. Momentan beschäftigt der Nationalpark 188 Mitarbeiter, wovon 59 in der Nationalparkverwaltung Wernigerode oder ihrer Außenstelle in St. Andreasberg OT Oderhaus arbeiten. Die 40 Mitarbeiter der Nationalparkwacht, welche auch als Ranger bezeichnet werden, machen Führungen und nehmen Aufgaben in der Umweltbildung wahr, bis hin zur Betreuung von Infostellen und Nationalparkhäusern. (Stand: 31. Dezember 2007)

Zonierung

Um von der IUCN (World Conservation Union) als Nationalpark (Schutzgebiet der Kategorie II nach IUCN-System) anerkannt zu werden, müssen nach den Richtlinien mindestens 75 Prozent der Fläche als Naturdynamikzone (Kernzone) ausgewiesen sein. In dieser Zone wird die Natur vollständig sich selbst überlassen. Ist dieser Flächenanteil nicht erreicht, können die Gebiete als sogenannte Entwicklungsnationalparke eingestuft werden, wenn sie diese Vorgaben innerhalb von 30 Jahren erfüllen.

Der Nationalpark Harz gilt als Entwicklungsnationalpark. Derzeit sind 41 Prozent der Fläche des Nationalparks als Naturdynamikzone ausgewiesen. Ziel ist es, bis 2020 die 75 Prozent-Hürde zu überschreiten.

58 Prozent der Nationalparkfläche sind derzeit noch Naturentwicklungszone. Hier werden Maßnahmen entsprechend dem Waldentwicklungskonzept durchgeführt. Ziel ist es, möglichst große Teile dieser Naturentwicklungszone in die Naturdynamikzone zu übergeben.

Ein Prozent der Fläche gilt als Nutzungszone. Hierzu zählen touristische oder kulturhistorisch wichtige Flächen wie die Brockenkuppe oder Bergwiesen. Hier werden auch in Zukunft Pflegemaßnahmen stattfinden.

Weiterhin werden innerhalb einer Zone von 500 Metern im Randgebiet des Nationalparks Waldschutzmaßnahmen zum Schutz der angrenzenden Gebiete durchgeführt.

Klimatische Verhältnisse

Auf dem Brocken herrschen besondere klimatische Verhältnisse, die denen Islands vergleichbar sind. Im rauen Klima des Harzes liegt die natürliche Baumgrenze bei 1.100 m ü. NN, die Spitze des Brockens mit ihren 1.142 m ü. NN ist daher baumlos. Zwischen den flechtenüberzogenen Gesteinshalden des Harzes wächst eine tundrenartige Heidevegetation, die mit dem häufigen Nebel, den niedrigen Temperaturen und 300 Regen- und Schneetagen zurechtkommt. Aufgrund der vielen Niederschläge in den Berglagen zählt der Harz zu den wasserreichsten Regionen Deutschlands.

An Nebeltagen lässt sich auf dem Brocken neben Halos häufig das „Brockengespenst“ beobachten. Letzteres ist ein optischer Effekt, bei dem Gegenstände überdimensional auf den Nebel projiziert werden.

Um von der IUCN (World Conservation Union) als Nationalpark (Schutzgebiet der Kategorie II nach IUCN-System) anerkannt zu werden, müssen nach den Richtlinien mindestens 75 Prozent der Fläche als Naturdynamikzone (Kernzone) ausgewiesen sein. In dieser Zone wird die Natur vollständig sich selbst überlassen. Ist dieser Flächenanteil nicht erreicht, können die Gebiete als sogenannte Entwicklungsnationalparke eingestuft werden, wenn sie diese Vorgaben innerhalb von 30 Jahren erfüllen.

Der Nationalpark Harz gilt als Entwicklungsnationalpark. Derzeit sind 41 Prozent der Fläche des Nationalparks als Naturdynamikzone ausgewiesen. Ziel ist es, bis 2020 die 75 Prozent-Hürde zu überschreiten.

58 Prozent der Nationalparkfläche sind derzeit noch Naturentwicklungszone. Hier werden Maßnahmen entsprechend dem Waldentwicklungskonzept durchgeführt. Ziel ist es, möglichst große Teile dieser Naturentwicklungszone in die Naturdynamikzone zu übergeben.

Ein Prozent der Fläche gilt als Nutzungszone. Hierzu zählen touristische oder kulturhistorisch wichtige Flächen wie die Brockenkuppe oder Bergwiesen. Hier werden auch in Zukunft Pflegemaßnahmen stattfinden.

Weiterhin werden innerhalb einer Zone von 500 Metern im Randgebiet des Nationalparks Waldschutzmaßnahmen zum Schutz der angrenzenden Gebiete durchgeführt

Flora

Die natürlichen Wälder des Hochharzes bestehen nahezu ausschließlich aus Gemeinen Fichten (Picea abies) und Ebereschen (Sorbus aucuparia), nur unterhalb von 600 m ü. NN dominieren Laubbäume den Wald. Da der Harz im 19. Jahrhundert durch den Erzbergbau nahezu völlig entwaldet war, entwickelte der Gräfliche Oberforstmeister Hans Dietrich von Zanthier das Konzept, mit schnellwüchsigen Fichten aufzuforsten. Dadurch entstand die heute weit verbreitete Fichtenmonokultur. Anders als die „Harzfichte“ kommen die aus anderen Regionen stammenden angepflanzten Fichten jedoch weniger gut mit der Schnee- und Eisbelastung im Harz zurecht und reagieren daher auch anfälliger auf Borkenkäferbefall.

Momentan bestehen 82 Prozent der Wälder aus Fichtenbeständen. Nur 12 Prozent der Bäume sind Buchen. Die restlichen 6 Prozent der Bäume sind Arten wie Eiche, Eberesche oder Birken. (Stand Dezember 2007)

Im Nationalpark Harz finden sich verschiedene Höhenstufen der Vegetation. Im subalpinen Bereich über 1050 m befindet sich die „Kampfzone“ der Fichte. Hier sind die Bäume nicht selten über 250 Jahre alt und vom Wind zu bizarren Formen gebogen. Vorwiegend finden sich hier verschiedene Zwergstrauchheiden und Hochmoore. Zwischen 750 m ü. NN und 1.050 m ü. NN befindet man sich in der hochmontanen Vegetationsstufe. Hier dominiert die Fichte. Diese Bereiche lassen sich im Gebiet um Schierke und Torfhaus finden. Erst im montanen Bereich zwischen 450 m ü. NN und 750 m ü. NN sowie der submontanen Vegetationsstufe herrschen Buchenwälder vor. Die heutigen Buchenbestände wachsen auf vorwiegend saurem Boden. Die vorwiegend anzutreffende Waldgesellschaft ist der Hainsimsen-Buchenwald. Normalerweise schließt sich in den Bereichen über 700 m der Fichten-Buchenmischwald an. Doch dieser Bereich ist im Nationalpark bis auf wenige Restbestände zusammengeschrumpft und durch Fichten verdrängt worden. In der Region Ilsenburg geht die Fichtenmonokultur sogar bis auf 230 m ü. NN herunter. In diesen Zonen ist die Fichte nicht heimisch, in Folge des Klimawandels kam es dort zu vermehrten Schäden durch Borkenkäferbefall. Derzeit lässt die Nationalparkverwaltung diese Flächen aufforsten, um die ursprünglich dort dominierende Buche und den Bergahorn wieder anzusiedeln.

Der Harz ist Heimat der Brockenanemone (Pulsatilla alpina subsp. alba), die in Deutschland nur auf der Hochfläche des Brockens wächst. Ihre Bestände sind jedoch durch den seit der Wiedervereinigung einsetzenden Tourismus besonders gefährdet. Der Brockengarten, ein botanischer Garten auf dem Brockengipfel, befasst sich schwerpunktmäßig mit Artenschutz und der Renaturierung der Bergkuppe.

Durch strenge Naturschutzmaßnahmen konnten etliche Hochmoore erhalten werden und die Renaturierung ehemaliger Moorflächen wurde eingeleitet. Die Voraussetzungen dafür sind günstig, da die Hochmoore im Nationalpark weniger von menschlicher Nutzung belastet sind als die Moore im niedersächsischen Tiefland. Als das Holz im Harz knapp wurde, versuchte man den Torf der Moore zu nutzen. Dies erwies sich als unrenslideel, aufgrund des niedrigen Heizwertes des Torfes. Die Moore im Harz haben aufgrund ihrer Ausprägung und Flora eine internationale Bedeutung.

Fauna

Im Harz lebt heute wieder der Europäische Luchs. Dieser galt seit dem frühen 19. Jahrhundert in dieser Gegend als ausgerottet. Ein letzter Bericht über eine erfolgreiche Luchsjagd im Harz stammt aus dem Jahre 1818. In einer elftägigen Jagd, an der fast 200 Personen teilnahmen, wurde bei Lautenthal ein männlicher Luchs zur Strecke gebracht. An diesen Jagderfolg erinnert noch heute der sogenannte Luchsstein. 1999 wurde beschlossen, den Luchs wieder anzusiedeln. Allein zwischen 2000 und 2004 wurden 19 Luchse aus Zoonachzuchten ausgewildert. Vor der Freilassung werden die Tiere in einem großen Eingewöhnungsgehege auf die Freiheit vorbereitet. Zusätzlich gibt es bei der Nationalpark-Waldgaststätte Rabenklippe ein Schaugehege, in dem die scheuen Katzen auch von den Nationalparkbesuchern beobachtet werden können. Seit 2002 gibt es mehrere Nachweise von in freier Natur geborenen Jungtieren. Im März erhielt ein männlicher Luchs einen GPS-Sender. So kann man nun genauere Informationen über das Streifgebiet eines Tieres erhalten. Die Projektleitung erhält die Informationen per SMS vom Sender.

Ein weiteres Auswilderungsprojekt galt dem Auerhuhn, welches zwischen 1920 und 1930 im Harz ausstarb. Die Auswilderung begann 1978. Es wurden im Laufe der Zeit etwa 1000 Tiere aufgezogen und ausgewildert. Trotz noch vorhandener Tiere wird der Bestand als nicht gesichert eingeschätzt. Wegen mangelnder Erfolgsaussichten wurde das Projekt 2003 eingestellt.

Die Wildkatze besitzt heute im Harz eines ihrer bedeutendsten deutschen Vorkommen. Sie ist in der Bundesrepublik Deutschland als stark gefährdet eingestuft. Genaue Daten über ihre Bestandssituation liegen nicht vor, doch ist davon auszugehen, dass die Wildkatze im Harz über eine sslideile Population verfügt. Sie ist im gesamten Gebiet verbreitet und bevorzugt die strukturreicheren und besser mit Nährstoffen versorgten Standorte (tiefere Laubwaldregionen mit einem größeren Nahrungsangebot).

Neben Luchs und Wildkatze stellen sich Rot- und Rehwild als Haupttierarten im Nationalpark Harz dar. Aufgrund der ausbleibenden Jagden zwischen 1961 und 1990 konnte sich das Wild fast ungestört vermehren und somit eine sslideile Population ausbilden.

Als Neozoen kommen häufig Waschbär oder vereinzelt der Marderhund vor. Auch der Europäische Mufflon, welcher in den 1930er Jahren in verschiedenen Revieren des Harzes aus jagdlichen Gründen angesiedelt wurde, kommt im Nationalpark vor.

Ökologische Probleme

In letzter Zeit hat auch der Nationalpark Harz mit einigen verbreiteten Problemen des modernen Waldbaus zu tun. Der Borkenkäfer ist, vermutlich aufgrund des Klimawandels und der allgemeinen Erwärmung, auch hier auf dem Vormarsch. Besonders in den Jahren 2006 und 2007 wuchsen die Borkenkäfer-Populationen stark an. Des Weiteren richtete der Orkan Kyrill in der Region sehr schwere Schäden an. Die ohnehin vom Borkenkäfer belasteten Baumbestände brachen teilweise über weite Strecken zusammen. Durch die sich anschließenden waldbaulichen Maßnahmen geriet die Verwaltung des Nationalparks in angrenzenden Gemeinden in die Kritik. Besonders die Gemeinde des Nationalparkortes Ilsenburg kritisierte den hohen Einsatz von Technik (z. B. Harvester). Wegen der Unzugänglichkeit des Geländes war es jedoch kaum anders möglich, die vom Wind umgeworfenen Stämme von den betroffenen Flächen zu holen.

Im Herbst 2007 gab es Presseberichte, wonach im Nationalpark Privatjagden für Staatsbeamte und Politiker durchgeführt würden. Auch die generelle Notwendigkeit der Jagdausübung im Nationalpark wurde in Frage gestellt. Die Nationalparkverwaltung verwies darauf, dass die Jagd im Park notwendig sei und die jagd- und naturschutzrechtlichen Bestimmungen eingehalten würden. Die Vorwürfe, es hätte Privat- oder Staatsjagden im Nationalpark gegeben, stellten sich als haltlos heraus.

Tourismus

Der Nationalpark ist im Harz ein wichtiger touristischer Faktor. Der Brocken, lange unzugänglich, ist die Hauptattraktion des Großschutzgebietes. Jährlich werden dort ungefähr 1,3 Millionen Besucher gezählt. Für den gesamten Nationalpark lässt sich eine Besucherzahl von 4 bis 5 Millionen abschätzen. Genauere Zahlen sind nicht bekannt. Die Nationalparkregion mit ihren angrenzenden Städten und Gemeinden hat jährlich ungefähr 9 bis 10 Millionen Besucher.

Sehenswürdigkeiten

Die Region bietet viele Sehenswürdigkeiten. Hauptziel der meisten Besucher ist der Brocken. Hier gibt es die Möglichkeit, die Geschichte des Brockens in der ehemaligen „Stasimoschee“, dem heutigen Brockenhaus, aktiv zu erleben. Der Nationalpark bietet in seinen Infohäusern umfangreiche Ausstellungen zu verschiedenen Themen. Beispielsweise wird in Sankt Andreasberg auf Bergbau und Geologie oder im Haus der Natur in Bad Harzburg speziell auf den Lebensraum Wald eingegangen.

Daneben sind gerade die natürlichen Besonderheiten sehenswert. Sehr beliebt bei den Besuchern sind neben dem Brocken die Wolfswarte bei Torfhaus oder der Hohnekamm mit den Leistenklippen. Beliebte Wanderungen sind, neben der Brockentour, die Touren rund um Lonau, den Oderteich oder entlang des Rehberger Grabens im Westteil des Parkes. Im Ostteil machen viele Besucher Wanderungen zum Hohnekamm oder durch das Ilsetal zur Eckertalsperre. Im Nordteil des Oderteichs und im Silberteich darf sogar gebadet werden.

Verkehrsanbindung

Der Nationalpark kann ganzjährig besucht werden. Das Gebiet ist verkehrstechnisch sehr gut erschlossen. Von Norden ist es über die A 395, B 6n oder B 4 zu erreichen. Von Süden ist der Park über die Südharzautobahn, B 242 und die B 27 erreichbar. In Drei-Annen Hohne, Schierke und Torfhaus befinden sich große Parkplätze, die als Startpunkte für diverse Wanderrouten geeignet sind. Des Weiteren ist der Nationalpark mit der Brockenbahn zu erreichen. Die Bahnhöfe Drei Annen Hohne, Schierke und Brocken befinden sich direkt am oder im Nationalpark, sie sind gute Ausgangspunkte zum Erkunden. Mit der Deutschen Bahn gelangt man über die Haltepunkte Wernigerode, Bad Harzburg und Ilsenburg in den Park.

Informationseinrichtungen

Die Natinoalparksverwaltung unterhält fünf Nationalparkhäuser. Diese befinden sich in: Altenau-Torfhaus, in Drei Annen Hohne, in Ilsenburg, in Sankt Andreasberg (Samsoner Erzwäsche) und in Schierke. Weitere Nationalparkeinrichtungen sind das Brockenhaus und das Haus der Natur in Bad Harzburg.

Nationalparkgemeinden

Innerhalb des Nationalparks Harz oder in seiner unmittelbar angrenzenden Umgebung befinden sich die folgenden Städte und Gemeinden (in alphabetischer Reihenfolge):

* Altenau
* BraunlageBad Harzburg
* Herzberg am Harz mit den Ortsteilen Lonau und Sieber
* Ilsenburg
* Osterode am Harz mit dem Ortsteil Riefensbeek-KamschlackenSankt Andreasberg
* Schierke
* Stapelburg
* Wernigerode

 


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das grüne Band

Anlass

Entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze besteht ein fast 1400 km langer (über 100 km² Fläche) Geländestreifen, der seit dem Jahr des Mauerbaus (1961) fast unberührt geblieben ist. Dadurch konnte sich der Streifen zu einem Rückzugsgebiet für vom Aussterben bedrohte Tierarten entwickeln.

Beim Grünen Band handelt es sich im Kern um den Bereich zwischen dem sogenannten Kolonnenweg (Lochplattenweg) und der ehemaligen Staatsgrenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik, zwischen 50 und 200 m breit ist. Der Geländestreifen reicht von Travemünde an der Ostsee bis zum Dreiländereck bei Hof.

Das Wissen um die Arten- und Lebensraumvielfalt stammte noch von naturschutzfachlichen Untersuchungen in der Grenzregion aus der Zeit, in der die innerdeutsche Grenze noch bestand. Erste Kartierungen der Vogelwelt gab es bereits 1979/80 vom Bund Naturschutz in Bayern. Seit Ende der 1980er Jahre engagierte sich auch Heinz Sielmann für einen „Nationalpark von der Ostsee bis zum Bayerischen Wald“.

Plan

Erste Ideen für das „Grüne Band“ entstanden bereits 1989 und wurden vor allem vom Land Thüringen und dem BUND aufgegriffen. Der Umweltverband möchte auf die Bundesländer einwirken, verschiedene Schutzgebiete entlang des Grünen Bands neu auszuweisen. Dadurch soll nicht nur der Kernbereich, sondern auch die angrenzenden Gebiete als Lebensraum gesichert und entwickelt werden, vor allem die großflächigen, benachbarten und noch naturnahen Bereiche, die sich hier erhalten konnten.

Mitglieder des Bundes für Umwelt und Naturschutz und Bundesbürger sollen zu Spenden angeregt werden, damit Grundstücke entlang des Grünen Bandes erworben werden können.

Das Projekt ist seit seinem Beginn umstritten. Der Grenzstreifen befindet sich im Besitz des Bundes, der den Verkauf plante und den Erlös den neuen Bundesländern zukommen lassen wollte. Die thüringische Landesregierung, die das Projekt „Grünes Band“ als erste unterstützte, schlug vor, dass der Bund den Ländern die Flächen direkt überlassen sollte, damit diese sie als Schutzgebiete ausweisen könnten. Sachsen widersprach diesem Vorschlag entschieden. Grund war die vorgesehene Verteilung der Verkaufserlöse entsprechend der Einwohnerzahl der Länder. Dadurch hätte Sachsen einen deutlich höheren Anteil als Thüringen bekommen, auf dessen Gebiet der längste Abschnitt verläuft. Schließlich wurden die Grenzanlagen, die um und durch Berlin führen und die höchsten Preise erzielen dürften, aus den Verhandlungen herausgenommen. Sachsen stimmte darauf dem thüringischen Vorschlag grundsätzlich zu. Die Detailverhandlungen zogen sich jedoch hin und kamen erst nach dem Regierungswechsel auf Bundesebene 2005 wieder in Gang. Voraussichtlich noch 2006 soll das abschließende Abkommen über das „Grüne Band“ unterzeichnet werden.

Anlässlich einer Konferenz zu „Perspektiven des Grünen Bandes“ in Bonn im Juli 2003 übernahm Michail Gorbatschow die Schirmherrschaft für das Projekt. Dort wurde auch die weiter gehende Vision des European Green Belt öffentlich bekannt gemacht.

Umsetzung

2001/2002 wurden die Flächen und die dort lebenden Tiere erfasst, finanziell unterstützt vom Bundesamt für Naturschutz und vom Bundesumweltministerium. Die Untersuchung bestätigte die Ausnahmestellung des Grünen Bands als eine Kette besonders wertvoller Biotope.

Wie der BUND berichtet, wurden 109 verschiedene Biotoptypen erfasst, von denen die Hälfte auf der Roten Liste Deutschlands steht. 28 % des Grünen Bandes sind als Naturschutzgebiete geschützt, 38 % sind als sogenannte FFH-Gebiete ausgewiesen. Aus den Daten wurden Schwerpunktgebiete – meist von nationaler Bedeutung – ermittelt, die die Kernzonen des Biotopverbundes bilden. Daneben wurde deutlich, dass sehr viele Naturschutzgebiete entlang des Grünen Bands liegen, die für den Biotopverbund wichtig sind.

Im Juni 2003 fand am Grünen Band in Zusammenarbeit mit dem Magazin GEO der „Tag der Artenvielfalt“ statt. 500 Experten kartierten in 24 Stunden mehr als 5200 verschiedene Tier- und Pflanzenarten im Grünen Band, darunter auch Arten, die bereits als ausgestorben galten.

Biotope und Tierarten

Das Grüne Band ist ein Querschnitt durch fast alle deutschen Landschaften, von norddeutschen Niederungsgebieten bis zu Mittelgebirgen. Daher finden sich dort vielfältige Biotoptypen wie z.B. Brachflächen, verbuschte Bereiche, Altgrasfluren, Pionierwald, Gewässer, Feuchtgebiete und Moore.

Die Vielfalt der Landschaft ist ein wichtiges Rückzugsgebiet und Heimat für viele Tier- und Pflanzenarten: Seltene Orchideen wie Frauenschuh, die Keiljungfer (eine Flussjungfer), das Braunkehlchen, der Neuntöter, der Schwarzstorch, der Eisvogel und der Fischotter.

 


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Duderstadt

Geographie

Duderstadt liegt im Untereichsfeld im südlichen Harzvorland, nahe der Landesgrenze zum Freistaat Thüringen. Wegen seiner fruchtbaren Böden wird das Umland bereits seit dem Mittelalter auch als Goldene Mark bezeichnet. Etwa 10 Kilometer südöstlich der Stadt liegt das thüringische Ohmgebirge, rund 20 Kilometer nordöstlich der Harz. Durch die Stadt fließen die Flüsse Hahle und Brehme.

Stadtgliederung

Die Mittelstadt Duderstadt umfasst neben der Kernstadt noch 14 Anfang der 1970er Jahre eingemeindete Ortsteile (siehe Navigationsleiste). Von den knapp 23.000 Einwohnern leben rund 10.000 in der Kernstadt und 13.000 in den Ortsteilen.

Wappen

Das Duderstädter Wappen geht auf ein seit 1255 nachweisbares Stadtsiegel zurück. Es zeigt in rotem Feld übereinander zwei schreitende, herschauende goldene Löwen, von der Wappenurkunde Leoparden genannt, mit blauen Zungen. Das Wappen ist dem Siegel des damaligen Landesherrn Albrechts I. von Braunschweig nachgebildet. Auch nach dem Übergang in Mainzische Landesherrschaft (Mitte des 14. Jahrhunderts) blieben die Löwen das Zeichen der Stadt und die Farben Blau und Gold die Stadtfarben.

Geschichte/ Mittelalter

Duderstadt wurde am 16. September 929 erstmals urkundlich erwähnt. 974 kam der Ort an das Stift Quedlinburg, das ihn 262 Jahre verwaltete. 1237 wurde Duderstadt als Lehen an den Landgrafen Heinrich Raspe von Thüringen gegeben, nur 10 Jahre später kam es als Lehen an Otto das Kind, einem Enkel Heinrichs des Löwen. Duderstadt blieb etwa ein Jahrhundert unter welfischer Herrschaft. Zu Beginn dieser Zeit, in den Jahren um 1250, ist es zur Stadt geworden. Gefördert von den Braunschweiger Herzögen erlebte es einen anhaltenden Aufschwung.

So wurde die junge Stadt im Spätmittelalter zu einem bedeutenden, wohlhabenden Ort. Dies nicht zuletzt durch seine Lage an der Kreuzung zweier wichtiger Handelsstraßen: einer Nord-Süd-Route, die „Nürnberger Straße“, von Italien zu den Hansestädten in Nordeuropa sowie einer West-Ost-Verbindung aus dem belgischen Raum über Köln und Leipzig weiter nach Osteuropa. Die Duderstädter Kaufleute betrieben einen weitreichenden Handel; nachgewiesen sind Reisen bis nach Nowgorod.

In den Jahren 1334 bis 1366 traten die welfischen Herzöge der Linie Grubenhagen Duderstadt wegen notorischen Geldmangels schrittweise an die Erzbischöfe von Mainz ab. Für die Stadt begann damit eine Zeit von etwa 450 Jahren Mainzer Herrschaft. Unter den neuen Landesherren setzte sich der Aufstieg der Stadt fort. Sie wuchs über den Ring der Befestigungsanlagen hinaus, ihr wirtschaftliches und politisches Gewicht nahm zu. In den Jahrzehnten um 1400 konnte Duderstadt ein beachtliches Territorium (ca. 115 km²) mit 16 Dörfern erwerben. Mit etwa 4000 Einwohnern war Duderstadt damals fast so groß wie Hamburg. Durch die Verlagerung der Handelsstraßen und dem Niedergang der Hanse im 15. Jahrhundert kam es zu Stagnation und schließlich wirtschaftlichem Abschwung. Seit 1450 nahm die Einwohnerzahl spürbar ab, die Finanzlage wurde schwieriger. Trotz dieser Krise konnte die Stadt noch respektable Leistungen erbringen: ein neuer Befestigungsring entstand, die Kirchen wurden vollendet. Das heutige Stadtbild gehört fast in seiner Gesamtheit der Zeit an, die vom wirtschaftlichen Rückgang gekennzeichnet war. So war die positive Kehrseite dieser Medaille, dass sich Duderstadt bis heute ein überwiegend mittelalterliches Stadtbild aus Fachwerkhäusern bewahren konnte, wie es in dieser Geschlossenheit nur noch selten zu finden ist.


Geschichte / Neuzeit

Bis zum 30-jährigen Krieg konnte die Lage insgesamt wohl noch als nicht ungünstig bezeichnet werden. Doch katastrophale Einbrüche durch Kriege (insbesondere den 30-jährigen Krieg 1618-1648 und den Siebenjährigen Krieg 1756-1763), Krankheitsepedemien und schließlich die zunehmende Abgrenzung der umliegenden Staaten verhinderte eine kontinuierliche Aufwärtsentwicklung.

Im 19. Jahrhundert geriet Duderstadt endgültig in eine Randlage. Von 1816 bis 1866 lag die Stadt an der neuen Grenze zwischen Hannover und Preußen, die mitten durch das Eichsfeld führte. Als mit dem Bau der Eisenbahnen neue Verkehrslinien entstanden, blieb die Stadt abseits der Hauptlinien. Erst Jahrzehnte später, in den Jahren 1887/89, erhielt Duderstadt durch die Bahnstrecke Wulften-Leinefelde Anschluss an die Hauptbahnen Südharzstrecke und Halle-Kasseler Eisenbahn. Von 1907 bis 1931 hatte Duderstadt mit einer mehrjährigen Unterbrechung auch Anschluss an die Schmalspurbahn Gartetalbahn nach Göttingen, die bis Ende der 1950er Jahre noch von Göttingen bis Rittmarshausen betrieben wurde.

Mit dem endgültigen Verlust der ursprünglich günstigen Verkehrslage waren grundlegende Weichenstellungen erfolgt. Die Standortbedingungen waren und blieben für die Industrie in Duderstadt äußerst ungünstig. Neue Arbeitsplätze entstanden in unzureichendem Maß, nur wenige Betriebe konnten sich auf Dauer halten. Die Entstehung von Wandergewerben, Saisonarbeit in anderen Städten und starke Abwanderung waren die Folge.

Ab 1885 bildete die Stadt mit den zur preußischen Provinz Hannover gehörenden Dörfern des Untereichsfeldes den Landkreis Duderstadt.

Zur Zeit der Hitlerdiktatur war das Eichsfeld nie eine Hochburg des Nationalsozialismus. Bei der Reichstagswahl 1933 erhielt die NSDAP im Kreis Duderstadt nur 26 % der Stimmen, in der Stadt Duderstadt selbst 33,9 % (zum Vergleich: Göttingen 51 %, Reichsdurchschnitt 44 %). Dies hatte jedoch nicht zur Folge, dass sich die Duderstädter in der Folge dem Nationalsozialismus versagten. So kommt z.B. der Historiker Dieter Wagner im Eichsfeld-Jahrbuch 2000 zu dem Ergebnis: „Gravierende Unterschiede in der Haltung der Bevölkerung gegenüber dem Nationalsozialismus waren zwischen dem Untereichsfeld und dem Reich in den Friedensjahren der nationalsozialistischen Herrschaft nicht mehr festzustellen. Man richtete sich ein und fast alle machten mit!“ Auch in Duderstadt wurden Gegner des Regimes verfolgt und nach Deutschland deportierte Ausländer und Häftlinge von Konzentrationslagern mussten Zwangsarbeit leisten. Von November 1944 bis April 1945 unterhielt das KZ Buchenwald in Duderstadt ein Außenkommando, in dem 755 jüdische Ungarinnen Zwangsarbeit leisten mussten. Auch in Duderstadt hat die kleine jüdische Gemeinde nicht überlebt. In der sogenannten Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 war ihre Synagoge in der Christian-Blank-Straße zerstört worden. Ein Gedenkstein auf dem Stadtwall erinnert heute an dieses Ereignis.

Nach dem Krieg rückte Duderstadt durch die Schließung der Grenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR schließlich in eine extreme Randlage. Die Bahnstrecke nach Leinefelde wurde im Zuge der Grenzziehung stillgelegt, der Abschnitt nach Wulften folgte am 26. Juli 1974. Es ist trotzdem gelungen, wichtige Industriebetriebe in Duderstadt anzusiedeln. Auch ist die Eingliederung Tausender Vertriebener und Flüchtlinge geglückt.

1973 kam Duderstadt mit fast allen anderen Gemeinden des Landkreises Duderstadt zum neu gebildeten Landkreis Göttingen.

Am 10. November 1989 wurde um 0:35 Uhr der Schlagbaum am Grenzübergang Gerblingerode nach Westen geöffnet. Bis zum Nachmittag kamen mehr als 6000 DDR-Bürger in über 1500 Fahrzeugen nach Duderstadt, bis zum Jahresende wurden es 700.000 Menschen.

Die Sage von der Namensgebung

Drei Brüder haben Duderstadt gebaut und als sie damit fertig gewesen sind, haben sie der Stadt auch einen Namen geben wollen. Nun haben sie sich aber nicht darüber einig werden können, wer von ihnen einen solchen geben sollte, und so hat der erste zum zweiten gesagt: „Gib du der Stadt den Namen“, und der hat zum ersten gesagt: „Gib du der Stadt den Namen“, und ebenso hat der’s wieder zum dritten gesagt, und der hat’s ihm mit denselben Worten zurückgegeben und da haben sie sich kurz entschlossen und die Stadt Duderstadt genannt.

 


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Gewerbegebiet Vöhrewiesen

In Ebergötzen gibt es das Gewerbegebiet „Vöhrewiesen“. Dieses liegt am Ortsrand der Gemeinde und hat eine direkte Anbindung an die B27 und B446.

Eine Parzelierung ist nicht vorgenommen worden und das Gebiet wird je nach Bedarf weiter erschlossen.

Sämtliche Auflagen der einzelnen Bebauungspläne, Richtpreise, Eigentümer usw. können eingesehen und erfragt werden bei der Gemeinde Ebergötzen, Herzberger Straße 35, 37136 Ebergötzen, Tel. 05507-7310, Fax. 05507-1075,

e-mail: GemeindeEbergoetzen@t-online.de

Tour Wald Wiesen Weizen TEST 3

 

  • berührt die Leisenberger Kiche, quert und führt zum Mäuseturm und weiter zum Hünstollen auf über 400 mm…
  • Und zurück geht“s dann durch das Weißwassertal nach Ebergötzen hin zum Brotmusem und zu Wilhelm Busch.
  • Die Strecke ist nicht ganz leicht. Aber Sie können ja auch zum Hünstollen schieben und genießen den Blick über hin bis zum Northeimer Land…

 

 

Tour Wald Wiesen Weizen TEST 2

 

  • berührt die Leisenberger Kiche, quert und führt zum Mäuseturm und weiter zum Hünstollen auf über 400 mm…
  • Und zurück geht“s dann durch das Weißwassertal nach Ebergötzen hin zum Brotmusem und zu Wilhelm Busch.
  • Die Strecke ist nicht ganz leicht. Aber Sie können ja auch zum Hünstollen schieben und genießen den Blick über hin bis zum Northeimer Land…

 

 

Tour Wald Wiesen Weizen

 

  • berührt die Leisenberger Kiche, quert und führt zum Mäuseturm und weiter zum Hünstollen auf über 400 mm…
  • Und zurück geht“s dann durch das Weißwassertal nach Ebergötzen hin zum Brotmusem und zu Wilhelm Busch.
  • Die Strecke ist nicht ganz leicht. Aber Sie können ja auch zum Hünstollen schieben und genießen den Blick über hin bis zum Northeimer Land…