B446 SPERRUNG – Fahrbahnerneuerung bis November 2016

2016-09-29_09-10-03B 446 Fahrbahnerneuerung Billingshausen – Ebergötzen

Die Bundesstraße 446 wird ab Dienstag, dem 04.Oktober 2016 zwischen östlich Billingshausen und Ebergötzen (B 27) bis voraussichtlich Ende November voll gesperrt. Die Sperrung betrifft auch die westlich von Ebergötzen gelegenen zwei Anschlussstellen an der B 446 und an der B 27. Der Schulbusverkehr wird durch die notwendige Vollsperrung nicht eingeschränkt.

Der Verkehr wird über die B 27 nach Göttingen und weiter über die B 3 nach Nörten-Hardenberg umgeleitet. Die Umleitungsbeschilderung wird bereits ab dem 28.09.2016 aufgestellt, um die Verkehrsteilnehmer rechtzeitig über die geplanten Umleitungsstrecken zu informieren.

Ebergötzen wird während der Bauzeit nur über die Herzberger Straße erreichbar sein. Die Zufahrt über die Göttinger Straße ist gesperrt.

Betroffen von der Vollsperrung ist auch die Landesstraße 523 von Landolfshausen zur B27 (Ebergötzen). Der Verkehr wird über Seulingen zur B 446 und weiter zur B 27 in Richtung Ebergötzen umgeleitet. Die Umleitungsstrecke ist ebenfalls ausgeschildert.

Witterungsbedingte Verzögerungen sind grundsätzlich möglich.

Die Baumaßnahmen sind als erster Abschnitt Bestandteil einer umfangreichen Erneuerungsmaßnahme für die B 446 und die B 27, die bis Juni 2017 abgeschlossen sein soll. Die Gesamtmaßnahme umfasst die Erneuerung der B 446 zwischen Billingshausen und Ebergötzen (B27) und der Ortsdurchfahrt Westerode als 1. Abschnitt, die Erneuerung der B 446 zwischen Ebergötzen und südlich Seulingen als 2. Abschnitt und die Erneuerung der B 27 OU Ebergötzen als 3.Abschnitt.

Über den weiteren Bauablauf und die damit verbundenen Sperrungen wird die Landesbehörde rechtzeitig gesondert informieren.

Die Baukosten der benannten Gesamtmaßnahmen betragen ca. 5,5 Mio. Euro.

Die Landesbehörde bittet alle Verkehrsteilnehmer und Anwohner um Verständnis.

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die neue Stromtankstelle in Ebergötzen für Ihr E-Bike…

Ab sofort können Sie auf Ihrer Radreise nach Ebergötzen mit Ihrem E-Bike Ihr Gefährt auch wieder auftanken. Am Europäischen Brotmuseum wurde dazu eine Stromtankstelle eingeweiht. Dies ist hier im Göttinger Tageblatt beschrieben…

Jetzt können Sie also ohne Sorgen darüber, ob Ihr E-Bike auch den Rückweg schafft, z.B. von Göttingen

  • durch den Göttinger Wald über den KWP und das Kerstlingeröder Feld oder
  • den Bovender Forst über Bovenden und die Plesse und den Hünstollen oder
  • direkt über den Roringer Berg und den Hünstollen oder
  • durch das Bratental und vorbei an der Roringer Warte direkt durch das Weisswassertal oder
  • durch Bovenden und Eddigehausen zum Mäuseturm und den Holzeröder Wald

gemütlich nach Ebergötzen radeln, dort ein wenig im neuen Kaffe am Brotmuseum ausspannen, das Brotmuseum vor dem Erntedankfest besuchen und

  • Ihr E-Bile am Brotmuseum für den Rückweg auftanken…

Vielleicht machen wir ja ein wenig neugierig. Klicken Sie hier für eine Tourbeschreibung

Anrufsammeltaxi

ast 3Wie kommen wir abends günstig und bequem mit dem AST nach Hause. Und wie funktioniert der AST-Verkehr?

Das Anruf-Sammeltaxi AST ergänzt die Fahrpläne des Buslinienverkehrs und verkehrt zu festgelegten Zeiten nach Fahrplan, jedoch nur bei vorheriger Anmeldung…

Klicken Sie hier und erfahren mehr dazu…

Der Fahrplan dazu ab dem 03.09.2015 sehen Sie hier:

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Reitturnier in Holzerode

IMG_0105nämlich auf der Reitanlage in …

Einfach hier klicken und mehr erfahren…

 

Turnier

( 20.06.2014 – 22.06.2014 )

Die vollständige Ausschreibung finden Sie in der Zeitschrift: Reitsport Magazin

Verbindlich ist nur die genehmigte und gedruckte Ausschreibung!

  • Ort:
  • Landesverband: Hannover
  • Online-Nennschluss: 26.05.2014 18:00 Uhr
  • Online-Nachnennschluss: 19.06.2014 12:00 Uhr
  • Turnierverwalter: Hesse, Michael
 

Auf dem Rücken der Pferde…

Auf der Website der Buschreiter aus , dazu einmal HIER KLICKEN und auf der Geländeseite ein tolles Video, live aus einem Turnier auf der Reitanlage in , aus der Sicht des Reiters. Nämlich aus der:

Helm-Kamera von:

Christoffer Forsberg/SWE beim CIC** /GER mit seiner Stute GLOBUSPORT COPACABANA am 23.06.2013.

 

Noch schnell mitmachen…

für das Museumfest am 18.Mai 2014 in der Wilhelm-Busch-Mühle…

Was wird von Ihnen gefordert:

Wir suchen IHR liebstes Gedicht !

Ob selbst gedichtet, Klassiker, Ode, Ballade oder Limerick, traurig, fröhlich oder sehnsüchtig, Herbst- oder Frühlingsgedicht … alles ist möglich!
Schicken Sie uns Ihr Lieblingsgedicht. Ab dem 18.Mai 2014 sind die „Gesammelten Werke“ im Rahmen einer Ausstellung in der Mühlenscheune zu erlesen!

Per Post an Wilhelm-Busch-Mühle, Mühlengasse 8, 37136 Ebergötzen
oder per E-Mail an info@wilhelm-busch-muehle.de

 

 

das Europäische Brotmuseum

brotmuseum  1Das Europäische Brotmuseum stellt die Geschichte eines unserer Grundnahrungsmittel besonders interessant dar…

Nämlich zum Brot, seiner Entwicklung und den vielfältigen Zubereitungsarten…

Dazu bietet das Europäische Brotmuseum tiefe Einblicke. Seien Sie einfach nur neugierig…

Europäisches Brotmuseum e.V.
Geschäftsführer Wilhelm Bruinjes
Göttinger Straße 7
37136 Ebergötzen
Telefon (05507) 999498
Fax (05507) 999594 zur Website ->
  oder hier klicken und erfahren, was Andere zum Brotmuseum schreiben…  

der Wald um Holzerode

Wenn auch unser heutiger Ortsname „“ durch seine erste Silbe einen direkten Zusammenhang mit „Holz“ oder Wald förmlich aufdrängt, was aber nach der ältesten Erwähnung als „Hozzeroth“ und später „Hotzerode“ nicht sein kann, verweist die zweite Silbe „-rode“ (im Mittelalter „-roth“) unmissverständlich auf Wald oder Baumbewuchs, der „gerodet“ worden ist.

Von Natur aus würde und Umgebung Wald sein: Klima, die Höhenlage um 250m ü. NN und die Geographie würden dazu führen. An Baumarten wüchsen hauptsächlich Buche, dann Eiche, Hainbuche, etwas Birke und sonstige Laubmischhölzer. Dies zeigen auch Pollendiagramme des Lutterangers bei Seeburg aus der Zeit vor Christus. Bis zur Völkerwanderungszeit finden sich dort gleichzeitig Getreidepollen, ein Zeichen, dass wenigstens die besseren Böden unserer Gegend von Ackerbautreibenden Vorfahren besiedelt waren.

Ob das ebenso für mit seinen aus Buntsandstein verwitterten leichteren Böden gilt, ist unklar, auch wenn vom Hünstollen Eisen- und Scherbenfunde aus der Zeit um Christi Geburt und aus der Karolingerzeit bekannt sind. Bis etwa 1000 n. Chr. fehlen dann Getreidepollen.

Man muss wohl annehmen, dass die Bevölkerung die hiesige Gegend nach Christus verließ und sich der Wald von der Römerzeit bis etwa 1000 n. Chr. (wieder) stärker ausgebreitet hat. Die „-rode“ Siedlungen sind etwa in der Zeit von 800 bis 1100 n. Chr. in Waldgebieten entstanden.

Für ist das sehr anschaulich aus der Luft nachzuvollziehen: abgesehen von den Wiesen südwestlich des Mäuseturms liegt in einer fast kreisförmigen Wiesen- und Ackergemarkung im Umkreis von etwa 1 km rund um den Ortskern im östlichen Teil des hier voll mit Wald bedeckten forstlichen Wuchsbezirks „Göttinger Wald“.

Der Waldanteil in diesem Landschaftsteil beträgt weit über 50 Prozent (gegenüber einem niedersächsischen Landesdurchschnitt von ca. 21 Prozent und einem Landkreisdurchschnitt von 33 Prozent). Der Wald ist also für unseren mindestens 950 Jahre alten Ort ein wesentliches Element. Das gilt traditionell offenbar bis heute, wenn ein Landschaftsplaner unter anderem feststellte, dass er selten so viel Brennholzstapel in einem Dorf gesehen habe wie hier!

Vielen gab der Wald auch Arbeit und Brot. Zunächst – so zu Beginn der Besiedlung – versorgte der Wald als „Allgemeingut“ die Bevölkerung mit dem notwendigen Bau- und Brennholz. Das mittelalterliche Feudalsystem brachte aber sehr bald Beschränkungen. Zur Sicherung ihrer eigenen Versorgung beanspruchten und belegten die Landesherren (bei uns: die Herren von Plesse) den Wald mit eigenen „Hoheitsrechten“ und überließen der Bevölkerung nur die zum täglichen Leben minimal notwendigen Holz- und Weidenutzungen.

Bei der rasch steigenden Bevölkerungszahl war aber bald die Grenze erreicht: es wurde zuviel gehauen und geweidet im Verhältnis zu dem, was nachwuchs. Man war gezwungen, sich Gedanken um die künftige Holzversorgung zu machen und erfand in der (Holz-)Not – als erste in der Welt – die Nachhaltigkeit. So wurde in Deutschland im 14. Jhdt. erstmals Wald gesät (Nürnberger Reichswald 1368). In unserem Gebiet mit geringerer Bevölkerungsdichte und relativ mehr Wald bewirtschaftete man diesen hauptsächlich als „Niederwald“ (das bedeutet: der Wald wird in etwa 30-jähriger Rotation und kleineren Parzellen wiederkehrend vollständig abgehackt und der Nachwuchs sich selbst überlassen; es entstand so mit der Zeit ein „Stockausschlagwald“, soweit er nicht vom Weidevieh abgefressen wurde), und begnügte sich Jahrhunderte lang mit dieser etwas primitiveren Art Nachhaltswirtschaft.

die Hölle

im Jahre 1581 wurde die Ziegelhütte auf der Hölle (gelegen an der heutigen B 446 ca. 1 km südlich von ) vom plessischen Amtmann Hesse erbaut und belehnt, d.h., dass den Besitzern Holz zum Brennen der Ziegel zur Verfügung gestellt sowie der Abbau von Kalk und Gips genehmigt wurden. Kohle kannte man damals noch nicht. Es wurden auch noch keine Backsteine gefertigt. Das Holz musste selbst gehauen werden, ein Teil sogar unentgeltlich. Es war auch Land bei der Ziegelhütte, Lehmland.

Der Herrschaft Plesse musste für das Lehn Ziegel, Kalk und Gips für einen geringen Preis geliefert werden. Ich (Heinrich Degenhardt) hatte noch einen Lieferungsvertrag, den ich aber der Familie Kasten, jetzt wohnhaft in Herzberg, übergeben habe.

Der Besitzer der Hölle musste eine schriftliche Erklärung abgeben, in der er garantierte, dass die Ziegel 12 Jahre nicht bersteten, abblätterten und dergleichen; er haftete hierfür mit seinem ganzen Vermögen. Ebenso war der Fuhrlohn für die Ziegel, den Kalk und den Gips vorgeschrieben.

Der erste Besitzer war Hartmann, dann kaufte sie 1654 Damm, dessen Nachkommen noch heute in Krebeck leben. Damm war 132 Jahre im Besitz der „Hölle“. Am 31. Juli 1786 verkaufte Damm die Ziegelhütte an Philipp Fink, dem diese am 6. März 1805 als „Erblehn“ übertragen wurde.

Fink verpachtete die Ziegelhütte an Joh. Ignaz Wand und dessen Ehefrau zu einem Pachtzins von 1200 Talern jährlich. Wand kaufte später dann auch die „Erblehnhütte“ von Fink und verkaufte sie mit Zustimmung des Fürsten Rotenburg am 23. September 1813 wiederum an Friedrich Heine aus Renshausen für 1.400 Taler (der Lehnsbrief hierfür wurde am 12. Januar 1814 ausgefertigt).

Aber schon 1815 kaufte Ignaz Wand die Ziegelei für jetzt schon 1.600 Taler wieder von Heine zurück. Damit hatte jetzt auch erstmalig ein Holzeröder die Ziegelei im Besitz, denn Wand lebte nun im Ort, starb hier 1829 und wurde auch hier begraben.

Die Witwe Wand verpachtete zunächst die „Hölle“ an Heinrich Freye; das im Pachtvertrag festgestellte Inventar wurde von meinem Urgroßvater, dem Schulzen Andreas Degenhardt, und dem Vormund der Witwe Heinrich Klinker am 4. August 1829 aufgenommen.

Der Nachfolger der Familie Wand als Besitzer der Ziegelei wurde Harth aus Renshausen, der damit 1840 belehnt wurde. Nach dessen Tode heiratete die Witwe Harth Johannes Kasten aus Renshausen, der damit in den Besitz der Ziegelei kam. Im Jahre 1900 verkaufte Kasten die Ziegelei mit 17 Morgen Land für 19.000 RM an die Gebrüder Rudolf aus Krebeck.

Die Rudolfs verkauften die Ziegelei dann im Jahre 1928 weiter an die Gemeinde für 28.000 RM, die damit die Arbeitsplätze im Ort sichern wollte. Aber schon im Jahre 1934 musste die Gemeinde die Ziegelei zurückverkaufen, und zwar an die vormaligen Besitzer Rudolf aus Krebeck mit 50 Prozent Verlust für 14.000 RM. Die nationalsozialistische Gemeindeführung war nicht in der Lage, den Betrieb rentabel zu führen.

Schon bald danach verkaufte aber Rudolf die Ziegelei neuerlich an die hannoversche Firma Schriever & Co., die den Produktionsbetrieb zwar auch in den Kriegszeiten aufrecht erhielt, 1944 dann jedoch schließen musste. Erst im Jahre 1954 wurde der zwischenzeitlich stillgelegte Betrieb wieder aufgenommen.

Mitte der 50-er Jahre übernahm der Hannoveraner Unternehmer Rademacher den Betrieb von den Schrievers und führte ihn bis zur seiner Aufgabe um das Jahr 1970 herum.

Hierbei war die Ziegelei immer auch ein wichtiger Arbeitgeber für den Ort, in dem ab 1960 auch die ersten Gastarbeiter aus Italien arbeiteten – eine Sensation in , an die man sich aber schnell gewöhnte. Die Ziegelei „Hölle“ war in der Geschichte des Ortes die einzige industrielle Produktionsstelle.

Vollständigkeitshalber sei noch erwähnt, dass in der „Hölle“ nicht die einzige Ziegelei in der Gemarkung von stand. Nachgewiesen ist eine zweite Ziegelei, die auf dem Gelände des jetzigen Schützenhauses am Osterholz zumindest um das Jahr 1900 u.a. von dem „Großbauern“ Wagner betrieben wurde (Wagner war damals Eigentümer des Hofes auf dem jetzigen Grundstück Dorfstraße Nr. 10, früher Heinemann).

 

(überarbeiteter und ergänzter Beitrag aus der Familienchronik des Gastwirtes Heinrich Degenhardt, , aus dem Jahre 1941) Überarbeitung und Ergänzung: Wolfgang Buss. Aus: Festschrift 950 Jahre , 2005 {jgototop}{/jgototop}

 

Wilhelm Busch


Allgemeines

Die Geschichte erzählt in Reimform (Paarreim) von den bösartigen Streichen zweier Jungen, die sich hauptsächlich gegen Respektspersonen der damaligen Gesellschaft richten.

Insgesamt gibt es sieben Streiche, einen Prolog und einen Epilog.

Das Buch scheint mit einer Moral (Bosheit ist kein Lebenszweck!) zu enden: Max und Moritz werden in einer Mühle gemahlen und schließlich von Enten aufgefressen. Doch die Reaktion auf die Nachricht von dem Tod der beiden hintertreibt die Moral ironisch (Wat geiht meck dat an!). Hier zeigt sich Wilhelm Buschs Hang zu düsteren Geschichten mit schwarzem Humor, der sich erkennbar durch sein gesamtes Werk zieht.

Vorlagen für die Geschichten lieferten die norddeutschen Dörfer, in denen Busch sein Leben verbrachte, sowie andere Orte, die Wilhelm Busch bereiste. So lehnt sich das Aussehen der Mühle, in der Max und Moritz gemahlen werden, an die Mühle von Ebergötzen an (die heute noch dort zu besichtigen ist). Dem Schneidermeister Böck begegnete Busch während dessen Aufenthalt in Wörgl.

Wie in vielen der Geschichten Buschs stehen auch hier die zahlreichen, vom Autor selbst gezeichneten Bilder in so enger Beziehung mit dem Text, dass das Werk oft als ein Vorläufer der modernen Comics bezeichnet wird.


Die 7 Streiche

Wilhelm Busch beginnt die Geschichte mit einem kurzen Vorwort-Vers, in dem er die Namen der beiden Lausbuben Max und Moritz nennt, aber zugleich in lyrischer Weise ermahnt, dass diese Geschichte auch auf andere „Spitzbuben“ übertragbar wäre. „Ach, was muss man oft von bösen Kindern hören oder lesen! Wie zum Beispiel hier von diesen, welche Max und Moritz hießen“. In diesem Vers findet man auch den berühmten Satz: „Aber wehe, wehe, wehe! Wenn ich auf das Ende sehe!“

1. Streich: Witwe Bolte

Die Streiche beginnen mit der Witwe Bolte, deren ganzer Stolz drei Hühner und ein Hahn sind. Max und Moritz ersinnen eine List. Sie binden zwei Fäden überkreuz zusammen und hängen ein Stück Brot an jedes der vier Enden. Sie legen diese Falle in den Hof der Witwe Bolte, und die vier Objekte der Begierde schlucken jedes ein Stück Brot, wodurch sie zusammengebunden sind. In Panik fliegen sie herum und verheddern sich in einem Baum, wo sie dann aufgehängt zu Grunde gehen. Die Witwe Bolte stürmt heraus und schneidet das Geflügel vom Baum herunter, mit den berühmten Witwe-Bolte-Worten: „Meines Lebens schönster Traum hängt an diesem Apfelbaum!“

Das Motiv des Hühnerfangs wurde vermutlich dem Till Eulenspiegel (8. Historie) entnommen.

2. Streich: Witwe Bolte

Der zweite Streich ist eine direkte Fortsetzung des ersten. Die Witwe Bolte will ihre Hühner, die einen so sinnlosen Tod gestorben sind, nun „in Ehren gut gebraten verzehren“. Sie legt das Federvieh auf den Herd. Neben ihr steht der Hund Spitz. Max und Moritz riechen diesen Braten und klettern auf das Dach des Hofs. Als nun die Witwe Bolte in den Keller geht um sich Sauerkraut zu holen, ziehen die beiden Lausbuben die vier Hühner mit einer Angel durch den Kamin und flüchten zurück ins Gebüsch. Als die Witwe die leere Pfanne sieht, denkt sie sofort an ihren Hund Spitz, der anschließend mit einem Löffel verprügelt wird.

3. Streich: Schneidermeister Böck

Der 3. Streich handelt vom Schneidermeister Böck, der ein Haus an einem Bach besitzt, über den ein kleiner Steg führt. Max und Moritz sägen diese Brücke an und fangen an zu schreien: „He, heraus! Du Ziegen-Böck! Schneider, Schneider, meck, meck, meck!“. Daraufhin stürmt Böck aus seinem Haus und über die Brücke, die aufgrund des Ansägens unter seinem Gewicht zusammenbricht. Er fällt in den Bach und kann sich nur dadurch retten, dass er sich an den Beinen eines Gänsepaares festhält, die ihn dann herausziehen.

4. Streich: Lehrer Lämpel

Im 4. Streich spielt der Lehrer Lämpel die zentrale Rolle. Dieser ist ein Verehrer des Tabaks, vor allem des Pfeifenkrauts, welches er jeden Abend aus seiner Pfeife raucht. An einem Sonntag sitzt Lehrer Lämpel in der Kirche an der Orgel. Währenddessen schleichen sich Max und Moritz in sein Haus und füllen Schießpulver in seine Pfeife. Nachdem Lämpel wieder nach Hause kommt, zündet er wie gewohnt seine Pfeife an, die, mit Schwarzpulver gefüllt, sofort in die Luft geht. Lehrer Lämpel überlebt diese Explosion, aber sein Haar ist abgesengt und sein Gesicht und seine Hände sind schwarz.

5. Streich: Onkel Fritz

Das Opfer des 5. Streichs ist der bekannte und beliebte Onkel Fritz. Max und Moritz schütteln eine Tüte (wörtlich: „in die Tüte von Papiere stecken sie die Krabbeltiere“) voll Maikäfer von einem Baum. Diese stecken sie dem armen Onkel Fritz unter die Decke. Nachdem sich der Onkel ins Bett legt, fangen die Käfer an, auf ihm herumzukrabbeln. Ein Käfer krabbelt ihm über die Nase, woraufhin er aus dem Bett springt, und alle Käfer zertrampelt und zerschlägt. Anschließend kann er wieder ruhig weiterschlafen.

6. Streich: Meister Bäcker

Meister Bäcker ist der Leidtragende des 6. Streichs. Max und Moritz wollen etwas aus seiner Backstube stehlen, aber da der Bäcker sein Haus zugesperrt hat, müssen sich die beiden durch den Kamin hineinquälen. Durch diesen fallen sie direkt in die Mehlkiste, woraufhin sie beide weiß wie Kreide sind. Über einen Stuhl klettern sie zum Regal, wo die Brezen lagern, aber der Stuhl bricht, und sie fallen in den Kuchenteig. Der Meister Bäcker kommt zurück und sieht die beiden von Kuchenteig eingehüllten Lausbuben und schiebt sie in den Ofen, wo der Teig braun gebacken wird, doch die beiden überleben den Backvorgang und kauen sich durch den Teigmantel nach draußen und laufen davon.

7. Streich: Bauer Mecke

Im letzten Streich setzt der Bauer Mecke den Übeltätern dann ein Ende. Die beiden schneiden Löcher in die Getreidesäcke. Der Bauer bemerkt dies und erblickt Max und Moritz im Getreidehaufen. Er nimmt die beiden und steckt sie in einen Sack. Diesen Sack bringt er zur Mühle, mit den Worten „Meister Müller, he, heran! Mahl er das, so schnell er kann!“ Dieser wirft die Lausbuben in die Mühle, wo sie in kleine Stücke gemahlen werden, die dann von zwei Enten aufgefressen werden.

Im Schlussvers bringen die Opfer von Max und Moritz ihre Freude über das Ende der Lausbuben zum Ausdruck, und die Geschichte schließt mit den Worten „Gott sei Dank! Nun ist’s vorbei mit der Übeltäterei!“

 


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