Wilhelm-Busch-Schule

Die Schule deckt die ersten vier Jahre der schulischen Ausbildung ab. Weiterführende Schulen finden sich dann anschließend in Göttingen und Duderstadt…

Unsere Schule zeichnet sich aus als

  • Gesunde Schule
  • als verlässliche Grundschule
  • offene Ganztagsschule

Die Schule ist zu erreichen unter

Was hat sich ab 2012 geändert ?

Seit Beginn des Schuljahres Herbst 2012/2013 werden die Kosten für die Ausleihe der Schulbücher von der Gemeinde übernommen…

Für die Eltern entfällt damit die  zuvor noch notwendige Antragsstellung. Erfahren Sie hier mehr dazu…

Kostenlose Nachmittagsbetreuung für Kinder…

Seit 2004 gibt es bereits eine Nachmittagsbetreung an der Wilhelm-Busch-Grundschule in Ebergötzen. Mit Beginn des neuen Schuljahr im Herbst wird das bestehende Angebot nicht nur ausgeweitet – es wird auch für alle Kinder künftig kostenlos sein…

Möglich wird dies durch Förderung der Schule als ‚offene Ganztagsschule‘ durch das Land Niedersachsen. Das Land beteiligt sich nämlich mit dem Betrag 17.000 Euro. Und dieser Betrag, so der Leiter der Schule, Volker Wenskat Schmidt, wird ausreichen, die Gehälter der Betreuer zahlen zu können…

 

Für die Eltern bedeutet dies, das die bisherigen Gebühren von 35 Euro künftig wegfallen können. Und für die Eltern bedeutet es auch, das künftig doppelt so viele Betreungsplätze zur Verfügung stehen werden als bisher. Für die Eltern nun allemal ein Grund mehr, das Ganztagsangebot in Ebergötzen zu nutzen…

SchulHeader

 

 

Kalischacht

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Im Jahre 1912 wurde zur gleichen Zeit wie in Reyershausen auch in der Holzeröder Feldmark eine „Teufe-Kali-Förderpumpe“ (teufen“ = ein Loch bohren) eingerichtet, und es wurden Versuchsbohrungen nach Kalisalz durchgeführt. Die Pumpe stand auf „Sindrams Acker“, genau auf dem Eckgrundstück zwischen Billingshäuser und Spanbecker Weg.

Das laute Bohren konnte man bis ins Dorf herunter hören. Man war auch sehr tief gekommen (3 bis 5 Meter mehr als in Reyershausen). Auch der Befund war sehr gut, die Qualität des Salzes sogar deutlich besser als der Fund in Reyershausen.

Die Bohrungen in und die Einrichtung einer möglichen Förderstelle hier in der Gemarkung standen im Zusammenhang mit der Planung der Reichsbahn, eine Bahnverbindung zwischen Nörten-Hardenberg und Duderstadt einzurichten. Das Projekt wurde dann aber wegen des zu großen Höhenunterschiedes im Verlauf der Strecke fallen gelassen.

Damit musste auch der Plan eines Standortes für einen Kalischacht in aufgegeben werden, und der Kalischacht kam nach Reyershausen; dort wurde 1915 mit der Förderung begonnen. Die Holzeröder Arbeiterschaft war hierüber wenig erfreut, musste sie doch jetzt zu den begehrten Arbeitsplätzen im Kalischacht Reyershausen täglich einen längeren Weg zu Fuß bzw. mit dem Fahrrad bewältigen.

Die Bauern waren mit dieser Entwicklung jedoch sehr zufrieden. Sie hatten befürchtet, Land hierfür hergeben zu müssen. Die Ergebnisse der Probebohrungen (des „Teufens“) wurden in dicken Glasröhren in der Schule in aufbewahrt und der damalige Lehrer Peter machte den Vorgang immer wieder zum Gegenstand seines Unterrichts.

Ja, was wäre aus geworden, wenn die Reichsbahn die Verbindung Nörten-Duderstadt über gebaut hätte und der Kalischacht (auch) nach gekommen wäre? Man weiß es nicht, wie der Ort sich entwikkelt hätte. Eins steht aber fest, es hätte die gute Chance bestanden, dass die Gemeinde auch so reich geworden wäre, wie man dieses immer für die Reyershäuser annimmt und behauptet. Eine schöne Illusion!?

Nach einer Aufzeichnung aus der Familienchronik von Eduard Finke. Überarbeitung und Ergänzung: Wolfgang Buss. Aus: Festschrift 950 Jahre , 2005

das Europäische Brotmuseum

brotmuseum  1Das Europäische Brotmuseum stellt die Geschichte eines unserer Grundnahrungsmittel besonders interessant dar…

Nämlich zum Brot, seiner Entwicklung und den vielfältigen Zubereitungsarten…

Dazu bietet das Europäische Brotmuseum tiefe Einblicke. Seien Sie einfach nur neugierig…

Europäisches Brotmuseum e.V.
Geschäftsführer Wilhelm Bruinjes
Göttinger Straße 7
37136 Ebergötzen
Telefon (05507) 999498
Fax (05507) 999594 zur Website ->
  oder hier klicken und erfahren, was Andere zum Brotmuseum schreiben…  

die Mühlen in Holzerode

Im Jahre 1744 wurde die „Schnursmühle“ an der Lindenbrücke (die Gegend entlang der Baches Bever unterhalb des früheren Sportplatzes am Osterholz) von Heinrich Andreas Schnur erbaut. Er musste für die Genehmigung an die Herrschaft Plesse ein Rauchhuhn, zwei Hähne, sechs Gulden, 24 Pfennig und sechs Heller zahlen.

Bis 1764 lebte Heinrich Andreas Schnur mit seiner Ehefrau Maria Elisabeth, geb. Dunker aus Angerstein, in der „Buschmühle“, wie die Mühle auch genannt wurde. Wie lange die Wassermühle existierte, ist nicht bekannt.

1819 erfolgte jedoch ihre Versteigerung und der Zuschlag an den Müller Carl Traube, der sie aber letztlich doch nicht erhielt, da er den Kaufpreis nicht bezahlte.

Noch heute wird der Bereich um den früheren Standort der Mühle am Beverbach von älteren, einheimischen Holzerödern als „Schnursmühle“ bezeichnet. In den Forstkarten heißt die Stelle „Lindenbrücke“. Der alte Mühlenkanal ist im Wald noch vorhanden.

Eine weitere Mühle, eine (Bock)Windmühle, befand sich wohl bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts in auf „Bauers Berg“ (früher „Rattenstein“ genannt) oberhalb der heutigen Eichstraße. Über diese Mühle ist außer dem Erhalt einer sehr schönen Abbildung leider auch nur wenig bekannt, außer, dass sie auch ökonomische Schwierigkeiten hatte.

Im Jahre 1865, damals im Besitz des Müllers Schwachenstein, war sie z.B. zur Zwangsversteigerung öffentlich ausgeschrieben.

Und eine dritte Mühle im Ort muss wohl im Bereich des Struthkruges gestanden haben. Die Namen der dort anliegenden Straßen „Mühlenstraße“ und „Mühlenbreite“ weisen vielleicht darauf hin. Heute wird die Tradition der Mühlen in unserer Gegend durch die beiden Mühlenmuseen im Ortsteil Ebergötzen, die „Wilhelm-Busch-Mühle“ und das „Europäische Brotmuseum“ mit seinen Mühlen, in hervorragender Weise gepflegt und erhalten.

Überarbeiteter Beitrag aus der Familienchronik des Gastwirtes Heinrich Degenhardt, aus dem Jahre 1941. Überarbeitung und Ergänzung: Wolfgang Buss. Aus: Festschrift 950 Jahre , 2005 {jgototop}{/jgototop}

 

der Wald um Holzerode

Wenn auch unser heutiger Ortsname „“ durch seine erste Silbe einen direkten Zusammenhang mit „Holz“ oder Wald förmlich aufdrängt, was aber nach der ältesten Erwähnung als „Hozzeroth“ und später „Hotzerode“ nicht sein kann, verweist die zweite Silbe „-rode“ (im Mittelalter „-roth“) unmissverständlich auf Wald oder Baumbewuchs, der „gerodet“ worden ist.

Von Natur aus würde und Umgebung Wald sein: Klima, die Höhenlage um 250m ü. NN und die Geographie würden dazu führen. An Baumarten wüchsen hauptsächlich Buche, dann Eiche, Hainbuche, etwas Birke und sonstige Laubmischhölzer. Dies zeigen auch Pollendiagramme des Lutterangers bei Seeburg aus der Zeit vor Christus. Bis zur Völkerwanderungszeit finden sich dort gleichzeitig Getreidepollen, ein Zeichen, dass wenigstens die besseren Böden unserer Gegend von Ackerbautreibenden Vorfahren besiedelt waren.

Ob das ebenso für mit seinen aus Buntsandstein verwitterten leichteren Böden gilt, ist unklar, auch wenn vom Hünstollen Eisen- und Scherbenfunde aus der Zeit um Christi Geburt und aus der Karolingerzeit bekannt sind. Bis etwa 1000 n. Chr. fehlen dann Getreidepollen.

Man muss wohl annehmen, dass die Bevölkerung die hiesige Gegend nach Christus verließ und sich der Wald von der Römerzeit bis etwa 1000 n. Chr. (wieder) stärker ausgebreitet hat. Die „-rode“ Siedlungen sind etwa in der Zeit von 800 bis 1100 n. Chr. in Waldgebieten entstanden.

Für ist das sehr anschaulich aus der Luft nachzuvollziehen: abgesehen von den Wiesen südwestlich des Mäuseturms liegt in einer fast kreisförmigen Wiesen- und Ackergemarkung im Umkreis von etwa 1 km rund um den Ortskern im östlichen Teil des hier voll mit Wald bedeckten forstlichen Wuchsbezirks „Göttinger Wald“.

Der Waldanteil in diesem Landschaftsteil beträgt weit über 50 Prozent (gegenüber einem niedersächsischen Landesdurchschnitt von ca. 21 Prozent und einem Landkreisdurchschnitt von 33 Prozent). Der Wald ist also für unseren mindestens 950 Jahre alten Ort ein wesentliches Element. Das gilt traditionell offenbar bis heute, wenn ein Landschaftsplaner unter anderem feststellte, dass er selten so viel Brennholzstapel in einem Dorf gesehen habe wie hier!

Vielen gab der Wald auch Arbeit und Brot. Zunächst – so zu Beginn der Besiedlung – versorgte der Wald als „Allgemeingut“ die Bevölkerung mit dem notwendigen Bau- und Brennholz. Das mittelalterliche Feudalsystem brachte aber sehr bald Beschränkungen. Zur Sicherung ihrer eigenen Versorgung beanspruchten und belegten die Landesherren (bei uns: die Herren von Plesse) den Wald mit eigenen „Hoheitsrechten“ und überließen der Bevölkerung nur die zum täglichen Leben minimal notwendigen Holz- und Weidenutzungen.

Bei der rasch steigenden Bevölkerungszahl war aber bald die Grenze erreicht: es wurde zuviel gehauen und geweidet im Verhältnis zu dem, was nachwuchs. Man war gezwungen, sich Gedanken um die künftige Holzversorgung zu machen und erfand in der (Holz-)Not – als erste in der Welt – die Nachhaltigkeit. So wurde in Deutschland im 14. Jhdt. erstmals Wald gesät (Nürnberger Reichswald 1368). In unserem Gebiet mit geringerer Bevölkerungsdichte und relativ mehr Wald bewirtschaftete man diesen hauptsächlich als „Niederwald“ (das bedeutet: der Wald wird in etwa 30-jähriger Rotation und kleineren Parzellen wiederkehrend vollständig abgehackt und der Nachwuchs sich selbst überlassen; es entstand so mit der Zeit ein „Stockausschlagwald“, soweit er nicht vom Weidevieh abgefressen wurde), und begnügte sich Jahrhunderte lang mit dieser etwas primitiveren Art Nachhaltswirtschaft.

die Hölle

im Jahre 1581 wurde die Ziegelhütte auf der Hölle (gelegen an der heutigen B 446 ca. 1 km südlich von ) vom plessischen Amtmann Hesse erbaut und belehnt, d.h., dass den Besitzern Holz zum Brennen der Ziegel zur Verfügung gestellt sowie der Abbau von Kalk und Gips genehmigt wurden. Kohle kannte man damals noch nicht. Es wurden auch noch keine Backsteine gefertigt. Das Holz musste selbst gehauen werden, ein Teil sogar unentgeltlich. Es war auch Land bei der Ziegelhütte, Lehmland.

Der Herrschaft Plesse musste für das Lehn Ziegel, Kalk und Gips für einen geringen Preis geliefert werden. Ich (Heinrich Degenhardt) hatte noch einen Lieferungsvertrag, den ich aber der Familie Kasten, jetzt wohnhaft in Herzberg, übergeben habe.

Der Besitzer der Hölle musste eine schriftliche Erklärung abgeben, in der er garantierte, dass die Ziegel 12 Jahre nicht bersteten, abblätterten und dergleichen; er haftete hierfür mit seinem ganzen Vermögen. Ebenso war der Fuhrlohn für die Ziegel, den Kalk und den Gips vorgeschrieben.

Der erste Besitzer war Hartmann, dann kaufte sie 1654 Damm, dessen Nachkommen noch heute in Krebeck leben. Damm war 132 Jahre im Besitz der „Hölle“. Am 31. Juli 1786 verkaufte Damm die Ziegelhütte an Philipp Fink, dem diese am 6. März 1805 als „Erblehn“ übertragen wurde.

Fink verpachtete die Ziegelhütte an Joh. Ignaz Wand und dessen Ehefrau zu einem Pachtzins von 1200 Talern jährlich. Wand kaufte später dann auch die „Erblehnhütte“ von Fink und verkaufte sie mit Zustimmung des Fürsten Rotenburg am 23. September 1813 wiederum an Friedrich Heine aus Renshausen für 1.400 Taler (der Lehnsbrief hierfür wurde am 12. Januar 1814 ausgefertigt).

Aber schon 1815 kaufte Ignaz Wand die Ziegelei für jetzt schon 1.600 Taler wieder von Heine zurück. Damit hatte jetzt auch erstmalig ein Holzeröder die Ziegelei im Besitz, denn Wand lebte nun im Ort, starb hier 1829 und wurde auch hier begraben.

Die Witwe Wand verpachtete zunächst die „Hölle“ an Heinrich Freye; das im Pachtvertrag festgestellte Inventar wurde von meinem Urgroßvater, dem Schulzen Andreas Degenhardt, und dem Vormund der Witwe Heinrich Klinker am 4. August 1829 aufgenommen.

Der Nachfolger der Familie Wand als Besitzer der Ziegelei wurde Harth aus Renshausen, der damit 1840 belehnt wurde. Nach dessen Tode heiratete die Witwe Harth Johannes Kasten aus Renshausen, der damit in den Besitz der Ziegelei kam. Im Jahre 1900 verkaufte Kasten die Ziegelei mit 17 Morgen Land für 19.000 RM an die Gebrüder Rudolf aus Krebeck.

Die Rudolfs verkauften die Ziegelei dann im Jahre 1928 weiter an die Gemeinde für 28.000 RM, die damit die Arbeitsplätze im Ort sichern wollte. Aber schon im Jahre 1934 musste die Gemeinde die Ziegelei zurückverkaufen, und zwar an die vormaligen Besitzer Rudolf aus Krebeck mit 50 Prozent Verlust für 14.000 RM. Die nationalsozialistische Gemeindeführung war nicht in der Lage, den Betrieb rentabel zu führen.

Schon bald danach verkaufte aber Rudolf die Ziegelei neuerlich an die hannoversche Firma Schriever & Co., die den Produktionsbetrieb zwar auch in den Kriegszeiten aufrecht erhielt, 1944 dann jedoch schließen musste. Erst im Jahre 1954 wurde der zwischenzeitlich stillgelegte Betrieb wieder aufgenommen.

Mitte der 50-er Jahre übernahm der Hannoveraner Unternehmer Rademacher den Betrieb von den Schrievers und führte ihn bis zur seiner Aufgabe um das Jahr 1970 herum.

Hierbei war die Ziegelei immer auch ein wichtiger Arbeitgeber für den Ort, in dem ab 1960 auch die ersten Gastarbeiter aus Italien arbeiteten – eine Sensation in , an die man sich aber schnell gewöhnte. Die Ziegelei „Hölle“ war in der Geschichte des Ortes die einzige industrielle Produktionsstelle.

Vollständigkeitshalber sei noch erwähnt, dass in der „Hölle“ nicht die einzige Ziegelei in der Gemarkung von stand. Nachgewiesen ist eine zweite Ziegelei, die auf dem Gelände des jetzigen Schützenhauses am Osterholz zumindest um das Jahr 1900 u.a. von dem „Großbauern“ Wagner betrieben wurde (Wagner war damals Eigentümer des Hofes auf dem jetzigen Grundstück Dorfstraße Nr. 10, früher Heinemann).

 

(überarbeiteter und ergänzter Beitrag aus der Familienchronik des Gastwirtes Heinrich Degenhardt, , aus dem Jahre 1941) Überarbeitung und Ergänzung: Wolfgang Buss. Aus: Festschrift 950 Jahre , 2005 {jgototop}{/jgototop}

 

der Mittelpunkt Deutschlands

 

der Mittelpunkt Deutschlands

Der Mittelpunkt Deutschlands verschob sich mit den Grenzveränderungen des Versailler Vertrags 1918 und der Abtretung der Ostgebiete 1945 bzw. 1990. Betrachtet man statt Deutschland nur die Bundesrepublik, so haben sich deren Grenzen und folglich ihr Schwerpunkt mit der Wiedervereinigung 1990 verschoben.

Berechnungsmodelle

Für die Berechnung des Mittelpunktes lassen sich verschiedene Modelle anwenden. Je nach verwandtem Modell ergeben sich unterschiedliche Ergebnisse…

Der Mittelpunktstein in Krebeck

Dieser Mittelpunkt Deutschlands wurde mit Hilfe eines dreidimensionalen Modells ermittelt. Für seine Festlegung werden auch alle Unebenheiten in Form von Polygonzügen hinzugezogen. Er liegt in der Gemeinde Krebeck (Landkreis Göttingen, Niedersachsen). An dieser Stelle wurde auf einem markanten Stein eine Informationstafel über diesen Mittelpunkt Deutschlands angebracht. *

(*) Wir haben diesen Text unter der freien GNU-Lizenz für freie Dokumentation von wikipedia.org entnommen…

  

Thiershäuser Teiche

 

Die Teiche sind aber auch von einem Waldparkplatz an der Strasse nach Gillersheim auf Waldwegen bequem auf Schuster’s Rappen zu erreichen. Dafür sollten Sie rund 30 Minuten einplanen…

Das Gebiet besteht aus größeren Teichen und ausgedehnten Schilfflächen. Es gehört zum FFH-Gebiet „Sieber, Oder, Rhume“ (Schutzgebietssystem natura 2000). Eine reizvolle Oase der Ruhe und Erholung.

Da die Thiershäuser Teiche weitgehend in ihrem ursprünglichen Zustand belassen wurden, stellen sie heute ein häufig frequentiertes Ausflugsziel für Wanderer und Radfahrer dar.

h thiershaeuser teich 2

So hat man von der Veranda der Gaststätte ‚Wirtshaus am Thiershäuser Teich‘ haben Sie einen wunderschönen Blick auf den See. Erfragen Sie die Öffnungszeiten hier:

Wirtshaus am Thiershäuser Teich

Thiershausen 2
Krebeck

 

 

die Burg Plesse


Die Burg Plesse ist sowohl mit dem Auto als auch auf Wanderwegen gut zu erreichen. Besonders zu empfehlen ist der Wanderweg von oberhalb von Billingshausen. Dies mit einem grandiosen Ausblick auf den Harz

Lage

Die Ruine der Burg Plesse steht im äußersten Nordwestteil des Göttinger Walds. Sie befindet sich auf einem etwa 350 Meter hohen Bergsporn bzw. Südwestausläufer des 386 Meter hohen Wittenbergs östlich des Fleckens Bovenden bzw. oberhalb und östlich von dessen Ortsteil Eddigehausen. Ein paar Kilometer westlich verläuft in Süd-Nord-Richtung ein Abschnitt der etwa 200 m tiefer im Leinegraben fließenden Leine.

Baubeschreibung

Die Burg Plesse wurde auf einem Felsen aus hellem Muschelkalk errichtet. Daher stammt wahrscheinlich auch ihr Name Plesse, der für hell (von Blässe) steht. Der Bergfried der Anlage hat heutzutage eine Höhe von 23 Meter bei 15,26 Meter Durchmesser (auf der Höhe des Burghofes), die Turmmauern haben eine Stärke von bis zu 4,24 Meter.

Der untere Bereich des Bergfried ist aus regelmäßigen Steinquadern errichtet und stammt noch aus dem 12. Jahrhundert, das darüberliegende unregelmäßige Bruchsteinmauerwerk und der Zinnenkranz wurden bei den Restaurierungen des 19. Jahrhunderts ergänzt. Daneben existiert noch der 22 Meter hohe kleine Turm, der mit einem Durchmesser von gut 7 Meter erheblich schlanker ist und mit 2,25 Meter Mauerstärke im unteren Bereich auch deutlich weniger wehrhaft. Dieser Turm wurde als Wartturm an der exponiertesten Stelle des Bergsporns errichtet und wird auch als „Sydekum“ (Sieh dich um) bezeichnet. Der Zutritt zu beiden Türmen war ursprünglich nur über eine Pforte in etwa 10 Meter Höhe möglich.

Erhalten bzw. im 19. und 20. Jahrhundert restauriert sind außer den beiden Türmen noch der Burggraben, das untere (äußere) Tor, das mittlere Tor mit Pforthaus und auf der Hauptburg das sogenannte „Steinhaus“ und die Ruine der Kapelle. Auch von den Außenmauern sind noch erhebliche Reste erhalten, so die Mauer des „Caningartens“ in der Vorburg und Teile der Eckbastionen „Eichsfeld“ und „Catzengarten“.

Der heutzutage zugeschüttete Burgbrunnen wurde tief hinunter in den Felsen geschlagen. Einer Überlieferung zufolge soll vom Brunnen aus ein unterirdischer Gang zur Quelle Mariaspring geführt haben. Tatsächlich gab es einen Gang, über den Akten aus dem Jahre 1802 berichten. Der Gang wurde im Ort Eddigehausen, der unterhalb der Burg liegt, gefunden und verband die Burg mit dem Keller eines Wohnhauses der Domäne.


Geschichte/ Mittelalter

Die Burg Plesse wurde 1015 als Hausgut durch den Paderborner Bischof Meinwerk an Paderborn übertragen. Etwa 1138 wird Hermann II. von Winzenburg als Graf von Plesse bezeichnet. Seit 1150 ist sie Sitz der Edelherren von Plesse, die sich nach der Burg benannt haben. Kaiser Heinrich VI. tauschte 1192 die Burg Plesse gegen die Burg Desenberg bei Warburg (Westfalen) ein. Der Tausch wurde jedoch schon 1195 wieder rückgängig gemacht.

Im Jahre 1447 trugen die Herren von Plesse ihren Eigenbesitz dem Landgrafen Ludwig von Hessen zu Lehen auf. Der Grund dafür ist in der Zersplitterung des Herzogtums Braunschweig-Göttingen zu finden. Die führenden Adelsfamilien konnten sich den bedrängenden Auseinandersetzungen der Pfandinhaber nicht entziehen. Sie suchten deshalb Schutz und Rückhalt bei einem anderen Landesherren.

Geschichte / Neuzeit

Im Jahre 1536 wurde in der Herrschaft Plesse, zu der die umliegenden Dörfer gehörten, die Reformation eingeführt. Sie hatte schon zu Beginn durch den aus den Niederlanden geflüchteten Theologen Petrus Noyen van Weert (Wertheim), der von 1536-1540 als Prediger auf der Plesse wirkte, einen reformierten Akzent. Nachdem jedoch Martin Luther persönlich in einem von Dietrich III. angeforderten Gutachten die Lehre des Niederländers als „nicht recht“ beurteilt hatte, kam die Herrschaft Plesse unter den Einfluss einer von Göttingen her lutherisch geprägten Theologie.

Mit Dietrich IV. von Plesse starb 1571 das Geschlecht derer von Plesse aus. Landgraf Wilhelm IV. von Hessen-Kassel übernahm die Herrschaft Plesse als heimgefallenes Lehen. Durch Landgraf Moritz von Hessen-Kassel wurde 1614 in der Herrschaft Plesse das reformierte Bekenntnis durchgesetzt. In den Jahren 1623/24 hielt sich dieser auch mit seiner Familie mehrfach auf der Burg auf. Nach einer Belagerung 1627 wurden Burg und Herrschaft Plesse vorübergehend an den Landgrafen Georg II. von Hessen-Darmstadt abgetreten. 1660 wurde die Burg endgültig aufgegeben und diente fortan den Einwohnern der umliegenden Dörfer als Steinbruch.

Geschichte / Moderne

Johann Wolfgang von Goethe besuchte die Burg Plesse im Jahre 1801. Nach der französischen Besetzung im Jahre 1807 wurde die Herrschaft zum Canton Bovenden im Königreich Westphalen. Nach dem Zusammenbruch des Königreichs Westphalen im Jahre 1813 übernahm das Kurfürstentum Hessen wieder die Herrschaft Plesse.

Durch einen Tauschvertrag zwischen Preußen, dem Königreich Hannover und Kurhessen fiel die Herrschaft Plesse jedoch am 1. Mai 1817 an Hannover. Ab 1821 wurden erste Restaurierungsarbeiten auf der Burg Plesse vorgenommen und in den Jahren 1853 bis 1864 wurde auf Initiative des hannoverschen Königspaares die Burg umfassend restauriert. Weitere Arbeiten folgten 1909.

Geschichte / Heute

Die einstige Zugehörigkeit der Herrschaft Plesse zu Hessen hat in kirchlicher Hinsicht bis heute ihre Spuren hinterlassen. Die evangelischen Gemeinden in den Plessedörfern gehören nicht zur lutherischen Hannoverschen Landeskirche, sondern zur evangelisch-reformierten Kirche.

Seit 1945 ist die Burg Plesse Eigentum des Landes Niedersachsen. Seit 1978 gibt es den Förderverein „Freunde der Burg Plesse e.V.„, der sich der Burgenforschung widmet.


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die Rhumequelle

Die Quelle befindet sich im östlichen Teil des Höhenzugs Rotenberg unweit des nordöstlichen Ortsrands von Rhumspringe und ist von einem Parkplatz in wenigen Minuten erreichbar.

Die Quellschüttung beträgt im Durchschnitt 2000 Liter pro Sekunde. Sinnbildlich gesprochen, könnte jeder Einwohner Deutschlands täglich über zwei Liter Wasser aus der Rhumequelle erhalten. Die Rhumequelle ist somit eine der ergiebigsten Karstquellen Mitteleuropas mit im Winter und Sommer nahezu gleich bleibender Wasserführung. Die Wassertemperatur beträgt ganzjährig konstant 8 bis 9 °C, daher friert der Quellsee im Winter nie ein.

Das Wasser tritt aus einem trichterförmigen Hauptquelltopf mit etwa 500 m² Fläche sowie aus zahlreichen Nebenquellen hervor. Im etwa 7 bis 8 m tiefen Quelltopf schimmert das Wasser grün-bläulich. Ein Indikator für die gute Wasserqualität sind die in der Rhume auch nahe der Quelle lebenden Forellen.

Das Quellgebiet liegt inmitten eines Auenwaldes mit feuchtigkeitsliebenden Bäumen. 1999 wurde der Quellbereich durch das Anlegen von Wegen und einer Aussichtsplattform saniert. Das Quellwasser dient seit 1978 zur Trinkwasserversorung. Die Eichsfelder Energie- und Wasserversorgungsgesellschaft (EEW) entnimmt etwa 1 % des Wassers und versorgt nach einer Aufbereitung damit rund 15.000 Einwohner.

Wasserherkunft

Das Quellwasser stammt nur zu etwa 4 % aus oberirdischem Einzugsgebiet. Der Rest stammt aus unterirdischen Zuflüssen des Südharzer Gipskarstgebiets, das sich zwischen der Quelle und dem Harz erstreckt. In dieses Karstgestein mit unterirdischen Hohlräumen versickert ein Teil der wasserreichen Harzflüsse Oder und Sieber. Die Rhumequelle ist ein „Überlaufventil“ dieses riesigen unterirdischen Wasserspeichers im Karstgestein.

Die enorme Wasserschüttung der Quelle weckte schon früh den Verdacht, dass das Quellwasser aus dem Harzvorland stammen muss. Bereits 1913 fanden Tracer-Versuche statt, um die Fließwege des Wassers zu erforschen. Dabei wurden in etwa 6 bis 9 km entfernte Bereiche der Flüsse Oder und Sieber Farbstoffe gegeben. Etwa 30 Stunden später tauchten diese Farbstoffe in der Rhumequelle wieder auf. Dies war der Beweis, dass das Wasser aus diesen zwei Fließgewässern unterirdisch zur Rhumequelle fließt.

Verlauf

Die Rhume fließt nach ihrer Quelle durch Rhumspringe und danach überwiegend in nordwestliche Richtungen südlich vorbei am Höhenzug Rotenberg unter anderem über Gieboldehausen und Bilshausen nach Lindau und Katlenburg. Schließlich mündet sie etwas nordwestlich von Northeim direkt an der A 7 in die von Süden kommende Leine.

 


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Heinz Sielmann Stiftung

Ziele

  • Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche, durch persönliches Erleben an einen positiven Umgang mit der Natur heranführen
  • Letzte Refugien für seltene Tier-und Pflanzenarten erhalten
  • Die Öffentlichkeit für die Natur und deren Schutz sensibilisieren
  • Das Heinz Sielmann-Archiv des Naturfilms aufbauen

Die Heinz Sielmann Stiftung verfolgt damit ausschließlich gemeinnützige Zwecke. Sie betreibt und unterstützt eine Vielzahl von Biotop- und Artenschutz-Projekten in ganz Deutschland. Außerdem arbeitet sie mit Partnern im europäischen Ausland zusammen.

Förderung

Die Heinz Sielmann Stiftung fördert Projekte außerhalb staatlicher Programme, die nicht der wissenschaftlichen Grundlagenforschung zuzuordnen sind. Die Projektmittel werden in Form von Gesamt-, Anteil-, Festbetrags- oder Fehlbedarfsfinanzierung zur Verfügung gestellt.


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das Grenzlandmuseum


Grenzlandmuseum Eichsfeld

Duderstädter Straße 5
37339 Teistungen

Tel.: 036071 97112
Fax: 036071 97998

Email: info@grenzlandmuseum.de

Link zur Webseite

Öffnungszeiten:

Dienstag – Sonntag
10.00 – 17.00 Uhr

Eintrittspreise:

* Erwachsene 2,50 €
* Ermäßigt 1,50 €
* Familienkarte 6,50 €
* Schulklassen aus dem Eichsfeld frei
* Führungen ab 10 Personen 15,00 €

Sammlungsschwerpunkte:

  • Geschichte der innerdeutschen Grenze von 1945 – 1989/90
  • die Folgen der Teilung für die Menschen und die Natur im Grenzgebiet mit dem Schwerpunkt auf der Region Eichsfeld, die unter der deutschen Teilung besonders zu leiden hatte
  • die Milderung der Teilungsfolgen durch die Einrichtung des Grenzüberganges Duderstadt-Worbis und die Regelungen über den sogenannten grenznahen Verkehr 1973
  • Aspekte der Organisation von Staat und Gesellschaft in der DDR
  • die Auswirkungen sowohl der Existenz der Grenze wie Ihres Verschwindens auf die Tier- und Pflanzenwelt (Dauerausstellung Grenze-Land-Natur)

 

das Eichsfeld

Vom Eichsfeld leitet der Landkreis Eichsfeld seinen Namen ab. Dieser umfasst allerdings bei weitem nicht alle Orte des historischen Eichsfelds, dafür aber andere, die ursprünglich nicht zum Eichsfeld gehörten. Die größten Orte des Eichsfelds sind die Städte Dingelstädt, Duderstadt, Heiligenstadt und Leinefelde-Worbis sowie der Flecken Gieboldehausen.

Seine besondere Prägung erhielt das Eichsfeld durch die jahrhundertelange Insellage als Teil des Fürstbistums Mainz, worauf noch heute das Mainzer Rad im Wappen hinweist. Dadurch blieb es nach der Reformation fast ausschließlich katholisch und fand im gemeinsamen Glauben und Brauchtum die Grundlage seiner Identität. Auch in der DDR-Zeit blieb das kirchliche Leben im Obereichsfeld relativ intakt. Es war die größte Region in der DDR mit einer mehrheitlich katholischen Bevölkerung. Auch heute noch liegt die Zahl der regelmäßigen Kirchgänger über dem Bundesdurchschnitt. Als Schutzpatron des Eichsfeldes gilt der Heilige Martin.

Kulinarisch bekannt ist das Eichsfeld insbesondere für seine Mettwurst („Eichsfelder Feldgieker“ (auch „Feldkieker“), „Stracke“ und „Eichsfelder Kälberblase“), Schmandkuchen und andere Spezialitäten.

Geografie

Das Eichsfeld umfasst ein 420 bis 450 Meter hohes Plateau von etwa 1540 km² Fläche, das zwischen den Tälern der Helme und Rhume im Norden, und der Werra im Westen und Südwesten aufsteigt und die Quellgebiete der Unstrut, Wipper und Leine umfasst. Die Täler der nach Westen und Osten gehenden Leine und Wipper trennen das Plateau in zwei Hauptteile. Südlich liegt das größere Obereichsfeld, eine raue Hochfläche, die nach der Werra und Leine mit steilem, zerrissenem Rand abfällt, in der Goburg 566 Meter erreicht und mit Ausnahme einiger Täler und muldenförmiger Vertiefungen wenig fruchtbar ist.

Das Untereichsfeld, nördlich von Leine und Wipper, ist wärmer und hat einen ergiebigen Lehmboden, insbesondere die Goldene Mark um Duderstadt. Auch im Untereichsfeld erheben sich einzelne Höhenzüge, so das Ohmgebirge, in der Wilden Kirche 523 Meter hoch, nördlich von Worbis; ferner die Bleicheroder Berge, die mit dem Dün das Eichsfelder Tor an der Wipper zwischen Sollstedt und Obergebra bilden.

Die Grenzen des Eichsfelds

Durch das Eichsfeld verläuft die niederdeutsch-mitteldeutsche Sprachgrenze, die das Gebiet in einen kleineren nördlichen Teil (das überwiegend tiefer gelegene Untereichsfeld) sowie einen größeren südlichen Teil (das höher gelegene Obereichsfeld) untergliedert. Bedingt durch seine wechselvolle Geschichte erstreckt sich das Eichsfeld heute über drei Bundesländer und fünf Landkreise.

Der größte Teil des Obereichsfeldes mit den Städten Heiligenstadt, Leinefelde-Worbis und Dingelstädt gehört zum Land Thüringen, Landkreis Eichsfeld. Darüber hinaus liegen 13 obereichsfeldische Orte im Unstrut-Hainich-Kreis, zwei weitere in Hessen (siehe Wanfrieder Abkommen). 18 Orte des Untereichsfeldes liegen in Thüringen (Landkreis Eichsfeld), der Rest des Untereichsfeldes mit dem Zentrum Duderstadt gehört zum Land Niedersachsen, alle Landkreis Göttingen mit Ausnahme von Lindau, das zum Landkreis Northeim gehört. Diese Zusammenhänge sind – auch wenn hier die Grenzverläufe bis 1945 dargestellt sind – in der Karte „Das Eichsfeld“ oben rechts gut zu erkennen. Die feine gestrichelte Linie nördlich von Worbis stellt die Grenze zwischen Ober- und Untereichsfeld dar.

Vereinfachend wird heute meist der gesamte thüringische Teil des Eichsfelds als Obereichsfeld und der niedersächsische Teil – der dem ehemaligen Landkreis Duderstadt entspricht – als Untereichsfeld bezeichnet .

Alle zum historischen Eichsfeld gehörenden Orte sind in der Liste der Orte im Eichsfeld aufgeführt.

Sprache

Die niederdeutsch-mitteldeutsche Sprachgrenze markiert die Grenze zwischen Untereichsfeld und Obereichsfeld. Im Obereichsfeld wird ein spezieller Dialekt gesprochen, man hört hier den Thüringer heraus, speziell bei harten Konsonanten. Der Dialekt ist aber bei weitem nicht so „verwaschen“ und thüringisch angehaucht, wie dies in den angrenzenden thüringischen Landkreisen der Fall ist. Im Untereichsfeld sprach man – heute allerdings nur noch vereinzelt – Plattdeutsch und heute vorwiegend Hochdeutsch.

Schon beim Umgang mit dem Begriff Eichsfeld selbst gibt es – auch im ‚hochdeutsch‘ geprägten Untereichsfeld – einige Besonderheiten: das Wort Eichsfeld wird [ˈaɪksfɛlt] („Eixfeld“ oder „Eiksfeld“) ausgesprochen. Man spricht von „auf dem Eichsfeld“ statt „im Eichsfeld“, und man kommt „vom Eichsfeld“ und nicht „aus dem Eichsfeld“. Geschichte [Bearbeiten]

Geschichte

Das Eichsfeld wird erstmals am 28. Januar 897 urkundlich erwähnt. Arnulf von Kärnten bestätigte in einer Urkunde in Regensburg den Gütertausch in pago Eichesfelden zwischen dem Abt Huki von Fulda und dem Grafen Konrad. [2] Im Jahr 1022 gibt es eine erste Nachricht über Mainzer Besitzungen auf dem Eichsfeld. Im Jahr 1124 erfolgt der Beginn der Klostergründungen auf dem Eichsfeld. Zwischen 1022 und 1573 erwirbt das Kurfürstentum Mainz weitere Besitzungen und bildet Verwaltungsstrukturen heraus.

Das nordwestlich von Duderstadt gelegene Untereichsfeld ist zunächst liudolfingisches Hausgut und ottonisches Reichsgut, kommt im 10. Jahrhundert an das Stift Quedlinburg und fällt 1247 an das Herzogtum Braunschweig-Lüneburg, dessen Linie Grubenhagen es 1342/58 bzw. 1434 an das Kurfürstentum Mainz verpfändet.

1524 bricht der Bauernkrieg in der freien Reichsstadt Mühlhausen aus. Heinrich Pfeiffer, Mitstreiter Thomas Müntzers, zieht gegen das Eichsfeld und plündert und verbrennt Klöster und adelige Höfe. Viele Bewohner wenden sich dem Protestantismus zu. 1575 beginnen die Jesuiten mit der Gegenreformation. Im Verlauf von 50 Jahren wird das Eichsfeld bis auf wenige Dörfer für den katholischen Glauben zurückgewonnen.

1622 beginnt für das Eichsfeld der 30-jährige Krieg. Die Schweden, die Kaiserlichen, die Dänen, die Hessen und die Sachsen verproviantieren sich, plündern und brandschatzen.

Im Jahr 1650 tritt der Kurfürst von Mainz wieder in Besitz seines Landes, das zu mehr als einem Drittel verwüstet und dessen Bevölkerung auf ein Viertel zurückgegangen war.

König Friedrich Wilhelm III. nimmt 1802 das gesamte Eichsfeld für Preußen in Besitz, und es entsteht das Mediatfürstentum Eichsfeld. 1806 bis 1813 ist das Eichsfeld Teil des Königreichs Westphalen, nach dessen Auflösung es wieder an Preußen kommt.

Auf dem Wiener Kongress wird das Eichsfeld 1815 geteilt. Aus dem Obereichsfeld und dem südlichen Teil des Untereichsfeldes entstehen die Kreise Heiligenstadt und Worbis, die nun zur preußischen Provinz Sachsen gehören. Der größere nördliche Teil des Untereichsfeldes kommt zum Königreich Hannover, welches 1866 von Preußen annektiert wird und fortan zur Provinz Hannover gehört. Das Eichsfeld gehört jetzt zwar wieder dem selben Staat an – dem Königreich Preußen – ist aber durch die Provinzgrenze zwischen Hannover und Sachsen getrennt. 1885 wird der Kreis Duderstadt gebildet, der seit 1945 zur Britischen Besatzungszone gehörte und ab 1946 ein Teil des Bundeslandes Niedersachsen war. Die Kreise Heiligenstadt und Worbis sind ab 1945 Teil der Sowjetischen Besatzungszone und ab 1949 Teil der Deutschen Demokratischen Republik. Ein weiterer Einschnitt erfolgte am 17. September 1945 mit dem Wanfrieder Abkommen, durch das zwei Eichsfelder Dörfer der amerikanischen Besatzungszone einverleibt und zum Ausgleich fünf hessische Dörfer der sowjetischen Besatzungszone hinzugefügt wurden.

An der einst auf dem Wiener Kongress durch das Eichsfeld gezogenen Grenze entsteht in den folgenden Jahren der Eiserne Vorhang.

 

 

 


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das Auge des Eichsfeld

 

Für das ‚Natur-Erlebnis Seeburger See‚ ist ein neues Bildungskonzept vorgestelllt worden. Ab sofort ist das Biotop für Schulklassen nutzbar…

Das im Juli 2005 eröffnete Natur-Informationszentrum der Heinz Sielmann Stiftung informiert detailliert über die vielfältige Natur am und im See. Sie können so das Leben unter Wasser unmittelbar beobachten…

 


Was wikipedia zum Seeburger See weiß:


Am östlichen und westlichen Seeufer liegen die Orte Bernshausen und Seeburg. Durch den See fließt die „Aue“.

Die Wasserfläche ist 86,5 Hektar (0,865 km²) groß; die Uferlinie umfasst 3,67 Kilometer. Die größte Nord-Süd-Ausdehnung beträgt rund 1,2 Kilometer, west-östlich sind es knapp 1,1 Kilometer. Als maximale Tiefe werden 3,5 Meter genannt. Das Gewässer ist rund 2500 Jahre alt und befindet sich über der Lösungszone eines Steinsalzlagers aus der Zechsteinzeit. Es entstand durch den Einsturz eines unterirdischen Hohlraumes. Diese Art von See wird auch als Erdfall bezeichnet.

Der Seeburger See ist die größte natürliche Wasserfläche in Südniedersachsen. 1973 wurde der See und ein großer Teil der Uferzone unter Naturschutz gestellt („Naturschutzgebiet Seeburger See“), bestimmte Bereiche des Sees wurden dennoch für Bade-, Ruder-, Segel- und Angelsport freigegeben. Zum Fischbestand gehören Aal, Hecht, Zander, Schleie, Karpfen, Rotfeder, Weißfisch und Forelle.

Der See ist in der Region ein sehr beliebtes Ausflugs- und Urlaubsziel. Neben einem Naturseefreibad, einen Bootsverleih und einem Hotel-Restaurant direkt am Seeufer gibt es in unmittelbarer Nähe einen Abenteuerspielplatz, Tennisplätze, eine Minigolfanlage, einen Campingplatz sowie ein Natur-Informationszentrum.

Es sind diverse Wander- und Radwanderwege ausgewiesen, darunter ein 4,5 Kilometer langer Rundwanderweg um den See mit sieben Stationen, die auf Besonderheiten dieses Gebietes hinweisen. Segeln und Angeln sind nach Anmeldung möglich. In der Umgebung wurde vom Landkreis Göttingen das Renaturierungs-Projekt „Seeanger, Westersee und Luttersee“ gestartet, das vor allem die Wiedervernässung verlandeter und trockengelegter Feuchtgebiete betreibt.

Die Wasserqualität wird in manchen Sommermonaten durch Blaualgen-Blüten beeinträchtigt. Als Ursache werden Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft vermutet, die insbesondere über die Aue eingeschwemmt werden. Im August 2006 wurde ein Fischsterben entdeckt, wobei vor allem Aale betroffen waren.


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Zum Freizeitgelände des Seeburger See`s gehören: Abenteuerspielplatz, Tischtennisplätze, Bolzplatz, Minigolf, Campingplatz mit 150 Einstellplätzen und behindertengerechter Einrichtung, Freibad mit Badelandschaft, die vor allem für Familien mit Kindern ideal ist. Die Gäste werden gastronomisch versorgt.

Seit 1925 steht das traditionelle Restaurant „Graf Isang“ an diesem aussergewöhnlichen Ort:

  • In den 50ern und 60ern war das Restaurant ein beliebter Treffpunkt zum sonntäglichen Tanztee.
  • Später in den 70ern und 80ern galt es als Auslflugs- und Veranstaltungsziel der Region.
  • 1999 wurde das alte Gebäude auf Grund von Baumängeln abgerissen.
  • Seit 2004 steht der neue „Graf Isang“ als Restaurant, Cafe und Biergarten in neuem Glanz und prägt durch seine Einzigartigkeit und schönem Ambiente.

Als ein Höhepunkt im jährlichen ‚Seeleben‘ wird der alljährliche Silversterlauf um den Seeburger See bezeichnet. Erfahren Sie hier mehr dazu… {jgototop}{/jgototop}

Wilhelm Busch


Allgemeines

Die Geschichte erzählt in Reimform (Paarreim) von den bösartigen Streichen zweier Jungen, die sich hauptsächlich gegen Respektspersonen der damaligen Gesellschaft richten.

Insgesamt gibt es sieben Streiche, einen Prolog und einen Epilog.

Das Buch scheint mit einer Moral (Bosheit ist kein Lebenszweck!) zu enden: Max und Moritz werden in einer Mühle gemahlen und schließlich von Enten aufgefressen. Doch die Reaktion auf die Nachricht von dem Tod der beiden hintertreibt die Moral ironisch (Wat geiht meck dat an!). Hier zeigt sich Wilhelm Buschs Hang zu düsteren Geschichten mit schwarzem Humor, der sich erkennbar durch sein gesamtes Werk zieht.

Vorlagen für die Geschichten lieferten die norddeutschen Dörfer, in denen Busch sein Leben verbrachte, sowie andere Orte, die Wilhelm Busch bereiste. So lehnt sich das Aussehen der Mühle, in der Max und Moritz gemahlen werden, an die Mühle von Ebergötzen an (die heute noch dort zu besichtigen ist). Dem Schneidermeister Böck begegnete Busch während dessen Aufenthalt in Wörgl.

Wie in vielen der Geschichten Buschs stehen auch hier die zahlreichen, vom Autor selbst gezeichneten Bilder in so enger Beziehung mit dem Text, dass das Werk oft als ein Vorläufer der modernen Comics bezeichnet wird.


Die 7 Streiche

Wilhelm Busch beginnt die Geschichte mit einem kurzen Vorwort-Vers, in dem er die Namen der beiden Lausbuben Max und Moritz nennt, aber zugleich in lyrischer Weise ermahnt, dass diese Geschichte auch auf andere „Spitzbuben“ übertragbar wäre. „Ach, was muss man oft von bösen Kindern hören oder lesen! Wie zum Beispiel hier von diesen, welche Max und Moritz hießen“. In diesem Vers findet man auch den berühmten Satz: „Aber wehe, wehe, wehe! Wenn ich auf das Ende sehe!“

1. Streich: Witwe Bolte

Die Streiche beginnen mit der Witwe Bolte, deren ganzer Stolz drei Hühner und ein Hahn sind. Max und Moritz ersinnen eine List. Sie binden zwei Fäden überkreuz zusammen und hängen ein Stück Brot an jedes der vier Enden. Sie legen diese Falle in den Hof der Witwe Bolte, und die vier Objekte der Begierde schlucken jedes ein Stück Brot, wodurch sie zusammengebunden sind. In Panik fliegen sie herum und verheddern sich in einem Baum, wo sie dann aufgehängt zu Grunde gehen. Die Witwe Bolte stürmt heraus und schneidet das Geflügel vom Baum herunter, mit den berühmten Witwe-Bolte-Worten: „Meines Lebens schönster Traum hängt an diesem Apfelbaum!“

Das Motiv des Hühnerfangs wurde vermutlich dem Till Eulenspiegel (8. Historie) entnommen.

2. Streich: Witwe Bolte

Der zweite Streich ist eine direkte Fortsetzung des ersten. Die Witwe Bolte will ihre Hühner, die einen so sinnlosen Tod gestorben sind, nun „in Ehren gut gebraten verzehren“. Sie legt das Federvieh auf den Herd. Neben ihr steht der Hund Spitz. Max und Moritz riechen diesen Braten und klettern auf das Dach des Hofs. Als nun die Witwe Bolte in den Keller geht um sich Sauerkraut zu holen, ziehen die beiden Lausbuben die vier Hühner mit einer Angel durch den Kamin und flüchten zurück ins Gebüsch. Als die Witwe die leere Pfanne sieht, denkt sie sofort an ihren Hund Spitz, der anschließend mit einem Löffel verprügelt wird.

3. Streich: Schneidermeister Böck

Der 3. Streich handelt vom Schneidermeister Böck, der ein Haus an einem Bach besitzt, über den ein kleiner Steg führt. Max und Moritz sägen diese Brücke an und fangen an zu schreien: „He, heraus! Du Ziegen-Böck! Schneider, Schneider, meck, meck, meck!“. Daraufhin stürmt Böck aus seinem Haus und über die Brücke, die aufgrund des Ansägens unter seinem Gewicht zusammenbricht. Er fällt in den Bach und kann sich nur dadurch retten, dass er sich an den Beinen eines Gänsepaares festhält, die ihn dann herausziehen.

4. Streich: Lehrer Lämpel

Im 4. Streich spielt der Lehrer Lämpel die zentrale Rolle. Dieser ist ein Verehrer des Tabaks, vor allem des Pfeifenkrauts, welches er jeden Abend aus seiner Pfeife raucht. An einem Sonntag sitzt Lehrer Lämpel in der Kirche an der Orgel. Währenddessen schleichen sich Max und Moritz in sein Haus und füllen Schießpulver in seine Pfeife. Nachdem Lämpel wieder nach Hause kommt, zündet er wie gewohnt seine Pfeife an, die, mit Schwarzpulver gefüllt, sofort in die Luft geht. Lehrer Lämpel überlebt diese Explosion, aber sein Haar ist abgesengt und sein Gesicht und seine Hände sind schwarz.

5. Streich: Onkel Fritz

Das Opfer des 5. Streichs ist der bekannte und beliebte Onkel Fritz. Max und Moritz schütteln eine Tüte (wörtlich: „in die Tüte von Papiere stecken sie die Krabbeltiere“) voll Maikäfer von einem Baum. Diese stecken sie dem armen Onkel Fritz unter die Decke. Nachdem sich der Onkel ins Bett legt, fangen die Käfer an, auf ihm herumzukrabbeln. Ein Käfer krabbelt ihm über die Nase, woraufhin er aus dem Bett springt, und alle Käfer zertrampelt und zerschlägt. Anschließend kann er wieder ruhig weiterschlafen.

6. Streich: Meister Bäcker

Meister Bäcker ist der Leidtragende des 6. Streichs. Max und Moritz wollen etwas aus seiner Backstube stehlen, aber da der Bäcker sein Haus zugesperrt hat, müssen sich die beiden durch den Kamin hineinquälen. Durch diesen fallen sie direkt in die Mehlkiste, woraufhin sie beide weiß wie Kreide sind. Über einen Stuhl klettern sie zum Regal, wo die Brezen lagern, aber der Stuhl bricht, und sie fallen in den Kuchenteig. Der Meister Bäcker kommt zurück und sieht die beiden von Kuchenteig eingehüllten Lausbuben und schiebt sie in den Ofen, wo der Teig braun gebacken wird, doch die beiden überleben den Backvorgang und kauen sich durch den Teigmantel nach draußen und laufen davon.

7. Streich: Bauer Mecke

Im letzten Streich setzt der Bauer Mecke den Übeltätern dann ein Ende. Die beiden schneiden Löcher in die Getreidesäcke. Der Bauer bemerkt dies und erblickt Max und Moritz im Getreidehaufen. Er nimmt die beiden und steckt sie in einen Sack. Diesen Sack bringt er zur Mühle, mit den Worten „Meister Müller, he, heran! Mahl er das, so schnell er kann!“ Dieser wirft die Lausbuben in die Mühle, wo sie in kleine Stücke gemahlen werden, die dann von zwei Enten aufgefressen werden.

Im Schlussvers bringen die Opfer von Max und Moritz ihre Freude über das Ende der Lausbuben zum Ausdruck, und die Geschichte schließt mit den Worten „Gott sei Dank! Nun ist’s vorbei mit der Übeltäterei!“

 


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der Mäuseturm

In dieser Region sind viele verlassene Dörfer, Wüstungen(*) genannt, bekannt. Doch nur von wenigen sind heute noch Überreste vorhanden.

An einigen Stellen um den Mäuseturm sind die seltenen sogenannten Wölbäckersysteme zu erkennen. Dies sind durch eine besondere Art des Pflügens entstandene gewölbte Äcker…

Vom Mäusturm gelangt übrigens in gemütlichen 40 Minuten auf gut ausgebauten Waldewegen im Plesseforst auch gleich rund 120 m höher zum Hünstollen.

maeuseturm mit heuballenEs handelt sich hierbei um eine Wallanlage, die als Fluchtburg diente. Erbaut wurden die Wälle in vorrömischer Zeit. Wahrscheinlich wurde die Anlage mit Unterbrechungen bis ins 11. Jahrhundert genutzt. Im östlichen Teil des Sporn steht jetzt ein Aussichtsturm, von dem man einen phantastischen Blick zum Harz und ins Eichsfeld hat.


Selbst wenn man Weg zum Hünstollen scheuen sollte, lohnt sich allemal ein Blick über hinweg zum höchsten Mittelgebirge in Nordeutschland. Dem Harz

Bei gutem Wetter könnte man meinen, den Harz direkt zu greifen…

(*)

Als Wüstungen bezeichnet man Flächen, die einst von den Menschen genutzt wurden, die aber aus den verschiedensten Gründen von ihren Bewohnern aufgegeben worden sind. Dabei wird zwischen Ortswüstungen und Flurwüstungen unterschieden. Die Bezeichnung totale oder partielle Ortswüstung steht für eine ganz oder teilweise verlassene Siedlung. Für ein aufgegebenes, ehemalig landwirtschaftlich genutztes, Areal wird der Begriff totale oder partielle Flurwüstung verwendet. Die Kombination von Orts- und Flurwüstung bezeichnet man als Totalwüstung.



Historisches zum „Mäuseturm“

Die Dorfstelle der Wüstung Moseborn liegt 1,5 km südwestlich von , am Rand der Rodungsinsel unseres Dorfes. Aus dieser Lage kann geschlossen werden, dass Moseborn jünger ist als , und die schriftlichen Quellen bestätigen dies. Moseborn ist erst verhältnismäßig spät, nämlich am Ende des 14. Jahrhunderts, ausdrücklich genannt. „Johannes Moseborne“, von Beruf Schuster, erwirbt 1397/98 in Göttingen das Bürgerrecht und ist fortan bis um 1420 in Göttinger Schriftquellen erwähnt. Um diese Zeit tritt Moseborn auch in Besitzverzeichnissen der Herren von Plesse als deren Eigengut (Allod) auf – vermutlich handelt es sich um den Versuch einer Dorfgründung durch die Herren von Plesse im Zuge des sogenannten inneren Landesausbaus.

2014-05-30 19.36.09 HDRDiese Gründung war allerdings auf längere Sicht ein Fehlschlag – bereits weniger als zweihundert Jahre nach der ersten urkundlichen Nennung ist das Dorf aufgegeben, d.h. zur „Wüstung“ geworden. Das hessische Landbuch aus der Zeit 1567-1574 verzeichnet unter der „Herrschaft Plesse“ auch die „wustenung Meiseborn“. Allerdings wird die Dorfflur auch nach der Aufgabe der Siedlung weiterhin bearbeitet, werden die Abgaben an die Landesherren von den hier erzielten Erträgen abgeliefert – Korn, Hafer, Zehnthühner.

Die Bewohner sind nach , nach Spanbeck, nach Oberbillingshausen abgewandert, von diesen Dörfern aus werden dann die Moseborner Äcker weiterhin bestellt. Besonderes Rätselraten und viele Vermutungen gab es seit langem um den Turm, der noch heute weithin sichtbar auf der ehemaligen Dorfstelle steht, den sogenannten Mäuseturm. Wie kam es zu dieser Bezeichnung?

Die älteste bekannte Kartenskizze, welche die Dorfstelle verzeichnet, stammt aus dem 17. Jahrhundert und hat die Beschriftung „Moseborn Hoff“ mit der Signatur für eine Kirche. Die Topographische Landesaufnahme von Hessen aus dem Jahre 1785 hat die Beschriftung „Mauseberger Thurm, ehemalige Kirche“; erst die im Jahre 1831 aufgenommene Topographische Karte des Eichsfeldes bietet dann die Bezeichnung „Mäusethurm“, ebenso wenige Jahre später (1842) der Topographische Atlas von August Papen: „Mause Thurm“.

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts wusste man also noch, dass es sich bei diesem Turm um den baulichen Rest der ehemaligen Dorfkirche von Moseborn handelt, erst seit dem 19. Jahrhundert ist dann durch Verballhornung und Verlust des geschichtlichen Wissens aus dem „Moseborner Turm“ der „Mäuseturm“ geworden. Im 19. Jahrhundert haben manche Heimatforscher tatsächlich daran gezweifelt, dass es hier jemals ein Dorf gegeben hat; den Turm hielt man entweder für die Reste eines Zollhauses an der Handelsstraße von Göttingen nach Goslar oder für die Überreste einer Kapelle, die angeblich einstmals für verstreut lebende Katholiken erbaut worden war. Inzwischen ist diese Frage aber längst geklärt:

Der Turm gehört zur ehemaligen Dorfkirche von Moseborn, die das Patrozinium Hl. Kreuz (St. Crucis) trug; dies geht nicht nur aus den ältesten Kartenskizzen, sondern auch aus Plesser Quellen zum Jahre 1425 eindeutig hervor.

Autor: Peter Aufgebauer. Aus: Festschrift 950 Jahre , 2005