Duderstadt

Geographie

Duderstadt liegt im Untereichsfeld im südlichen Harzvorland, nahe der Landesgrenze zum Freistaat Thüringen. Wegen seiner fruchtbaren Böden wird das Umland bereits seit dem Mittelalter auch als Goldene Mark bezeichnet. Etwa 10 Kilometer südöstlich der Stadt liegt das thüringische Ohmgebirge, rund 20 Kilometer nordöstlich der Harz. Durch die Stadt fließen die Flüsse Hahle und Brehme.

Stadtgliederung

Die Mittelstadt Duderstadt umfasst neben der Kernstadt noch 14 Anfang der 1970er Jahre eingemeindete Ortsteile (siehe Navigationsleiste). Von den knapp 23.000 Einwohnern leben rund 10.000 in der Kernstadt und 13.000 in den Ortsteilen.

Wappen

Das Duderstädter Wappen geht auf ein seit 1255 nachweisbares Stadtsiegel zurück. Es zeigt in rotem Feld übereinander zwei schreitende, herschauende goldene Löwen, von der Wappenurkunde Leoparden genannt, mit blauen Zungen. Das Wappen ist dem Siegel des damaligen Landesherrn Albrechts I. von Braunschweig nachgebildet. Auch nach dem Übergang in Mainzische Landesherrschaft (Mitte des 14. Jahrhunderts) blieben die Löwen das Zeichen der Stadt und die Farben Blau und Gold die Stadtfarben.

Geschichte/ Mittelalter

Duderstadt wurde am 16. September 929 erstmals urkundlich erwähnt. 974 kam der Ort an das Stift Quedlinburg, das ihn 262 Jahre verwaltete. 1237 wurde Duderstadt als Lehen an den Landgrafen Heinrich Raspe von Thüringen gegeben, nur 10 Jahre später kam es als Lehen an Otto das Kind, einem Enkel Heinrichs des Löwen. Duderstadt blieb etwa ein Jahrhundert unter welfischer Herrschaft. Zu Beginn dieser Zeit, in den Jahren um 1250, ist es zur Stadt geworden. Gefördert von den Braunschweiger Herzögen erlebte es einen anhaltenden Aufschwung.

So wurde die junge Stadt im Spätmittelalter zu einem bedeutenden, wohlhabenden Ort. Dies nicht zuletzt durch seine Lage an der Kreuzung zweier wichtiger Handelsstraßen: einer Nord-Süd-Route, die „Nürnberger Straße“, von Italien zu den Hansestädten in Nordeuropa sowie einer West-Ost-Verbindung aus dem belgischen Raum über Köln und Leipzig weiter nach Osteuropa. Die Duderstädter Kaufleute betrieben einen weitreichenden Handel; nachgewiesen sind Reisen bis nach Nowgorod.

In den Jahren 1334 bis 1366 traten die welfischen Herzöge der Linie Grubenhagen Duderstadt wegen notorischen Geldmangels schrittweise an die Erzbischöfe von Mainz ab. Für die Stadt begann damit eine Zeit von etwa 450 Jahren Mainzer Herrschaft. Unter den neuen Landesherren setzte sich der Aufstieg der Stadt fort. Sie wuchs über den Ring der Befestigungsanlagen hinaus, ihr wirtschaftliches und politisches Gewicht nahm zu. In den Jahrzehnten um 1400 konnte Duderstadt ein beachtliches Territorium (ca. 115 km²) mit 16 Dörfern erwerben. Mit etwa 4000 Einwohnern war Duderstadt damals fast so groß wie Hamburg. Durch die Verlagerung der Handelsstraßen und dem Niedergang der Hanse im 15. Jahrhundert kam es zu Stagnation und schließlich wirtschaftlichem Abschwung. Seit 1450 nahm die Einwohnerzahl spürbar ab, die Finanzlage wurde schwieriger. Trotz dieser Krise konnte die Stadt noch respektable Leistungen erbringen: ein neuer Befestigungsring entstand, die Kirchen wurden vollendet. Das heutige Stadtbild gehört fast in seiner Gesamtheit der Zeit an, die vom wirtschaftlichen Rückgang gekennzeichnet war. So war die positive Kehrseite dieser Medaille, dass sich Duderstadt bis heute ein überwiegend mittelalterliches Stadtbild aus Fachwerkhäusern bewahren konnte, wie es in dieser Geschlossenheit nur noch selten zu finden ist.


Geschichte / Neuzeit

Bis zum 30-jährigen Krieg konnte die Lage insgesamt wohl noch als nicht ungünstig bezeichnet werden. Doch katastrophale Einbrüche durch Kriege (insbesondere den 30-jährigen Krieg 1618-1648 und den Siebenjährigen Krieg 1756-1763), Krankheitsepedemien und schließlich die zunehmende Abgrenzung der umliegenden Staaten verhinderte eine kontinuierliche Aufwärtsentwicklung.

Im 19. Jahrhundert geriet Duderstadt endgültig in eine Randlage. Von 1816 bis 1866 lag die Stadt an der neuen Grenze zwischen Hannover und Preußen, die mitten durch das Eichsfeld führte. Als mit dem Bau der Eisenbahnen neue Verkehrslinien entstanden, blieb die Stadt abseits der Hauptlinien. Erst Jahrzehnte später, in den Jahren 1887/89, erhielt Duderstadt durch die Bahnstrecke Wulften-Leinefelde Anschluss an die Hauptbahnen Südharzstrecke und Halle-Kasseler Eisenbahn. Von 1907 bis 1931 hatte Duderstadt mit einer mehrjährigen Unterbrechung auch Anschluss an die Schmalspurbahn Gartetalbahn nach Göttingen, die bis Ende der 1950er Jahre noch von Göttingen bis Rittmarshausen betrieben wurde.

Mit dem endgültigen Verlust der ursprünglich günstigen Verkehrslage waren grundlegende Weichenstellungen erfolgt. Die Standortbedingungen waren und blieben für die Industrie in Duderstadt äußerst ungünstig. Neue Arbeitsplätze entstanden in unzureichendem Maß, nur wenige Betriebe konnten sich auf Dauer halten. Die Entstehung von Wandergewerben, Saisonarbeit in anderen Städten und starke Abwanderung waren die Folge.

Ab 1885 bildete die Stadt mit den zur preußischen Provinz Hannover gehörenden Dörfern des Untereichsfeldes den Landkreis Duderstadt.

Zur Zeit der Hitlerdiktatur war das Eichsfeld nie eine Hochburg des Nationalsozialismus. Bei der Reichstagswahl 1933 erhielt die NSDAP im Kreis Duderstadt nur 26 % der Stimmen, in der Stadt Duderstadt selbst 33,9 % (zum Vergleich: Göttingen 51 %, Reichsdurchschnitt 44 %). Dies hatte jedoch nicht zur Folge, dass sich die Duderstädter in der Folge dem Nationalsozialismus versagten. So kommt z.B. der Historiker Dieter Wagner im Eichsfeld-Jahrbuch 2000 zu dem Ergebnis: „Gravierende Unterschiede in der Haltung der Bevölkerung gegenüber dem Nationalsozialismus waren zwischen dem Untereichsfeld und dem Reich in den Friedensjahren der nationalsozialistischen Herrschaft nicht mehr festzustellen. Man richtete sich ein und fast alle machten mit!“ Auch in Duderstadt wurden Gegner des Regimes verfolgt und nach Deutschland deportierte Ausländer und Häftlinge von Konzentrationslagern mussten Zwangsarbeit leisten. Von November 1944 bis April 1945 unterhielt das KZ Buchenwald in Duderstadt ein Außenkommando, in dem 755 jüdische Ungarinnen Zwangsarbeit leisten mussten. Auch in Duderstadt hat die kleine jüdische Gemeinde nicht überlebt. In der sogenannten Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 war ihre Synagoge in der Christian-Blank-Straße zerstört worden. Ein Gedenkstein auf dem Stadtwall erinnert heute an dieses Ereignis.

Nach dem Krieg rückte Duderstadt durch die Schließung der Grenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR schließlich in eine extreme Randlage. Die Bahnstrecke nach Leinefelde wurde im Zuge der Grenzziehung stillgelegt, der Abschnitt nach Wulften folgte am 26. Juli 1974. Es ist trotzdem gelungen, wichtige Industriebetriebe in Duderstadt anzusiedeln. Auch ist die Eingliederung Tausender Vertriebener und Flüchtlinge geglückt.

1973 kam Duderstadt mit fast allen anderen Gemeinden des Landkreises Duderstadt zum neu gebildeten Landkreis Göttingen.

Am 10. November 1989 wurde um 0:35 Uhr der Schlagbaum am Grenzübergang Gerblingerode nach Westen geöffnet. Bis zum Nachmittag kamen mehr als 6000 DDR-Bürger in über 1500 Fahrzeugen nach Duderstadt, bis zum Jahresende wurden es 700.000 Menschen.

Die Sage von der Namensgebung

Drei Brüder haben Duderstadt gebaut und als sie damit fertig gewesen sind, haben sie der Stadt auch einen Namen geben wollen. Nun haben sie sich aber nicht darüber einig werden können, wer von ihnen einen solchen geben sollte, und so hat der erste zum zweiten gesagt: „Gib du der Stadt den Namen“, und der hat zum ersten gesagt: „Gib du der Stadt den Namen“, und ebenso hat der’s wieder zum dritten gesagt, und der hat’s ihm mit denselben Worten zurückgegeben und da haben sie sich kurz entschlossen und die Stadt Duderstadt genannt.

 


Wir haben diesen Text unter der freien GNU-Lizenz für freie Dokumentation von wikipedia.org entnommen…

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  • berührt die Leisenberger Kiche, quert und führt zum Mäuseturm und weiter zum Hünstollen auf über 400 mm…
  • Und zurück geht“s dann durch das Weißwassertal nach Ebergötzen hin zum Brotmusem und zu Wilhelm Busch.
  • Die Strecke ist nicht ganz leicht. Aber Sie können ja auch zum Hünstollen schieben und genießen den Blick über hin bis zum Northeimer Land…

 

 

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